Verfassung muss sich gegen Homophobie stark machen

Diskriminierungsverbot ins Grundgesetz. Verfassung muss sich gegen Homophobie stark machen

 Zum internationalen Tag gegen Homophobie am 17. Mai erklärt Manfred Bruns, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD):

Das Grundgesetz muss sich endlich gegen Homophobie stark machen. Der LSVD fordert eine Ergänzung des Gleichheitsartikels im Grundgesetz um das Merkmal der „sexuellen Identität“. Unserer Verfassung fehlt bislang die Klarstellung, dass Lesben, Schwulen, Transgender und intersexuellen Menschen gleiche Rechte zustehen. (weiterlesen)

 

Wir begrüßen nachdrücklich, dass sich heute die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, zu der Forderung nach einer Ergänzung des Grundgesetzes bekannt hat. Die Unterstützung der Antidiskriminierungsstelle zeigt, wie wichtig die klare Benennung der Rechte von Lesben, Schwulen, Transsexuellen und intersexuellen Menschen im Grundgesetz für die Betroffenen und die Antidiskriminierungsarbeit ist.

Gerade staatliche Stellen und Gerichte, die für Gleichstellung sorgen müssten, weigern sich wiederholt unsere Rechte anzuerkennen. Da muss ein Riegel vorgeschoben werden. Ausreden und Vertröstungen von Seiten der Regierung haben wir lange genug gehört. Wir fordern die Regierungsparteien auf, den im Bundestag vorliegenden Gesetzentwürfen auf Ergänzung des Gleichheitsartikels um das Merkmal „sexuelle Identität“ zuzustimmen.

 www.artikeldrei.de

Kommentare (1)

RSS feed Kommentare
Homophobie bekämpfen – mit dem Grundgesetz

Homophobie bekämpfen – mit dem Grundgesetz und einem Aktionsplan gegen Homophobie

Anlässlich des „Internationalen Tages gegen Homophobie“ erklärt Volker Beck, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer und menschenrechtspolitischer Sprecher:

Es ist an der Zeit, Schwulen- und Lesben in der Verfassung beim Artikel 3 gleichzustellen und mit einem Aktionsplan gegen Homophobie der Homosexuellenfeindlichkeit den Kampf anzusagen. Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit ist keine Krankheit – und doch ist die Bezeichnung Homophobie sehr passend. Wie ein Virus ist sie ansteckend. Ihr Nährboden sind Vorurteile und die Angst vor dem etwas anderen. Aber Homophobie ist auch heilbar: Aufklärung in Schulen und Jugendeinrichtungen und klare politische Haltung gegen Diskriminierung. Wir brauchen deswegen einen Aktionsplan gegen Homophobie, der systematisch alle gesellschaftlichen Bereiche umfasst: Bildungseinrichtungen, die Polizei, den Sport, die Wissenschaft.

Auch die Bundesregierung muss ein deutliches Signal setzen und endlich ihre aktive Diskriminierungspolitik aufgeben. Sie blockiert die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften. Beim Adoptionsrecht verkennt sie die Lebensrealität von tausenden Regenbogenfamilien, in denen schon heute Kinder groß werden. All dem würde eine Ergänzung des Artikels 3 im Grundgesetz ein Ende setzen. Deswegen ist es richtig, an einem Tag wie heute auch über eine Änderung der Verfassung zu diskutieren.


volkerbeck , 16.05.2011

Kommentar schreiben

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben. Bitte registrieren, wenn Sie noch kein Konto haben.

busy

Wohin?

Seitenmenuefenster Potsdam

Seitenmenuefenster Cottbus

Seitenfenster Dorf

Newsletter

Newsletter Button

Spenden an Katte e.V.


Besucher

HeuteHeute70
GesternGestern2279
diese Wochediese Woche70
diesen Monatdiesen Monat44624
allealle1248103

mit Freunden teilen

Sharing is sexy
Facebook Google Myspace Twitter Yahoo

Suchen