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dahumfragepositivestimmen

Mit dem partizipativen Forschungsprojekt "positive stimmen 2.0" möchten wir gemeinsam mit dem Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) an den Ergebnissen der ersten Umfrage im Jahr 2012 anknüpfen und aktuelle, vertiefende Informationen zur HIV-bezogenen Stigmatisierung und Diskriminierung erfragen. Ziel ist es, Handlungsstrategien für Organisationen, Politik und Verwaltung zu formulieren und damit einen weiteren wichtigen Beitrag gegen die Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen mit HIV zu leisten. Das Projekt enthält zwei Bausteine:

1. Peer-to-Peer-Interviews: HIV-positive Menschen interviewen HIV-positive Menschen zu ihren Erfahrungen mit Stigmatisierung und Diskriminierung. Interviewer_innen und Interviewte profitieren beide vom Austausch auf Augenhöhe. Bundesweit konnten Interviewer_innen mit HIV gewonnen werden, die die geplanten 500 Interviews ab jetzt bis voraussichtlich Ende 2020 – unter Einhaltung aller jeweils geltenden Coronaregeln – durchführen. Erstmals sind jetzt auch Videointerviews möglich. Los geht´s? Wer Interesse hat, sich von einem Peer interviewen zu lassen, sollte sich bei uns melden. Wir verbinden ihn_sie dann mit einem_einer Interviewer_in aus der Region.

Abstandsregeln, Zoom, Mund-Nase-Bedeckung, Home-Office … die Zeiten sind derzeit ja etwas speziell. Für Vereine, Selbsthilfegruppen und CSD-Organisatoren*_*innen ist dieses 2020 eine ganz besondere Herausforderung. Wir müssen uns alle entscheiden, tun wir es trotzdem oder finden wir andere Formen der Sichtbarmachung von LSBTTIQ* und ihren Anliegen und Forderungen?

Die Initiative CSD Potsdam hat für 2020 ihren CSD Potsdam vollständig abgesagt. Der CSD Potsdam ist im Umfang  seiner Veranstaltungen einfach zu groß geworden. Einen Queensday, Ausstellungseröffnungen, Seminare oder Informationsstände werden langfristig mit einem hohen ehrenamtlichen Engagement vorbereitet. Ob in diesem Jahr die Kommunikations- und Bewegungseinschränkungen gelockert oder wieder verschärft werden ist für den September, als letzten möglichen Veranstaltungstermin für den CSD Potsdam nicht vorherzusagen.

Die schon eingeworbenen CSD Potsdam - Fördermittel des Sozialministeriums werden nun in das Projekt "Queeres Brandenburg - Aktion Regenbogen" umgewidmet. Wir hatten mit der Antragstellung zum CSD Potsdam gleichzeitig über Alternativen der Förderung gesprochen und ziehen nun diese Option. Die jetzt geförderten Projekte sind:

- Neuproduktion der Ausstellung "Walk with Pride"
- Erstellung der Ausstellung "Der König ist schwul - Queer ist das Volk!"
- "Safe the Rainbow" - Jugendliche LSBTTIQ* nähen Regenbogen-Masken
- Öffentlichkeitsarbeit für das Projekt "§ 175 - Geschichte und Schicksale"
- Zeitzeugenprojekt

Mit den anderen Fördermittelgebern sind wir noch in Gesprächen und werden ebenso kreative Lösungen finden.

Wir haben am 5.03.2020 die Initiative  "Aktion L*" für das Land Brandenburg mit gegründet. Wir haben das Ziel, im Großen und im Kleinen für mehr lesbische* Sichtbarkeit im Land Brandenburg zu wirken. Auf dem Impulstreffen haben wir erste Ideen gewälzt und erste Projektansätze beschrieben.
Gerne wollen wir als LKS qu. BrB. die Arbeit der Aktion L* unterstützen. Wir sehen es als unsere Aufgabe für Informationen, Ideensammlungen, mögliche Förderungen und Kommunikation zu sorgen. Über Unterstützung freuen wir uns jeder Zeit. Wir arbeiten derzeit an einer Kommunikationsliste, in die sich alle Interessierten aktiven Frauen und Organisationen eintragen können. Diese Liste steht dann den eingetragenen Frauen und Organisationen zur Verfügung. Wer sich mit eintragen möchte, eine kurze Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! reicht aus.

Die Landesjugendfeuerwehr Brandenburg als Landesverband der Jugendfeuerwehren in Brandenburg (LJF BB) und die Landeskoordinierungsstelle Queeres Brandenburg (LKS qu. BB) gehen für die nächsten zwei Jahre einen Pakt für Aufklärung ein. Die Vereinbarung will die verstärkte Aufklärung über nicht-heterosexuelle Lebensweisen, sexuelle Gesundheit und Infektionsschutz beim Einsatz die Jugendfeuerwehrwarten und jungen Mitgliedern in den JF-Gruppen Brandenburgs Landesjugendfeuerwehr erreichen. Ein Projekt, dass noch in diesem Jahr starten soll, ist eine Kampagne zur Landesverfassung und seinen Artikel 12, der die Gleichheit und Gleichbehandlung aller Menschen vor dem Gesetz festschreibt.

Für Jirka Witschak (LKS qu. BrB) ist die Landesjugendfeuerwehr (LJF BB) ein starker Bündnispartner, wenn es darum geht, die Botschaft für ein respektvolles Miteinander und der Akzeptanz von Vielfalt der Lebensentwürfe in die ländlichen und kleinstädtischen Räume zu bringen und Jugendliche in allen Altersklassen zu erreichen.

Christian Stolze und Gerd Rademacher (LJF BB) erklärten , dass die Landesjugendfeuerwehr in Brandenburg, die Vielfalt der Gesellschaft abbildet und dieses jetzt konkret mit den vereinbarten Projekten untermauern möchte, um nach innen und nach außen für Akzeptanz zu wirken.

Mit der Umsetzung des Projektes "Wegweiser Queeres Brandenburg" hat sich auch eine umfangreiche Übersicht über Projekte zur spezifischen Beratung, Begleitung und Betreuung, die wir als LKS qu. BrB im neu geschaffenen "queeren health support" weitervermitteln können, ergeben. Diesen erreichen die Ratsuchenden per Mail- und per Telefon-Beratung zu umfangreichen Beratungszeiten. Alle Beratungsangebote befinden sich auch auf der Internetseite.

Allgemeine Beratung und Orientierung zu Fragen über geschlechtliche Vielfalt, sexuelle Identität und sexuelle Gesundheit und Fragen zur sozialen Integration von und für LSBTTIQ*.

Beratungszeiten
Montag bis Freitag: 10:00 - 21:00 Uhr
T: 0331 240 190
M: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Beratenden sind über Fortbildungskurse entsprechend qualifiziert. Der Trägerverein ist beratend tätig u. a. in den Fachgebieten sexuelle Gesundheit, psychosoziale Begleitung und Betreuung von jugendlichen LSBTTIQ* sowie in der Rentenberatung.

Dem neuen Träger der LKS qu. BrB war die Erreichbarkeit und eine umfassende Darstellung von Informationen rund um den Landesaktionsplan Queeres Brandenburg (LAP qu. BrB) wichtig. Beteiligungselemente sollen geschaffen werden. Deswegen wurde im Januar 2020 die neue Internetseite www.queeres-Brandenburg.info freigeschaltet, die seitdem durch das Team der LKS qu. BrB permanent weiterentwickelt wird.

Zu finden ist auf dieser Seite, eine Darstellung der Handlungsfelder des LAP qu. BrB in einzelnen Artikeln sowie wie gehabt als PDF-Version. Diesen Handlungsfeldern haben wir Themen und Positionen der Community (LSBTTIQ*) zur Seite gestellt. Zu finden sind hier gemeinsam durch die Community (LSBTTIQ*) entwickelte Texte, die die die Situation von LSBTTIQ* genauer beschreiben und aus denen Handlungsoptionen für die Weiterentwicklung des LAP qu. BrB gefiltert werden können. Bis zum Ende des Sommers wollen wir die jetzige Entwurfsphase verlassen haben. Vorbeischauen und mitdiskutieren lohnt sich in jedem Fall. Für weiteren Input ist die LKS qu. BrB offen.

Desweiteren haben wir ein Bestellsystem auf der Internetseite eingebunden, bei dem die ersten Materialien, wie die Kampagne "Hass bringt Dir nix!" oder der "Wegweiser Queeres Brandenburg" kostenfrei geordert werden können. Dieses System steht allen Vereinen und Selbsthilfegruppen zur Verfügung.

Zu finden sind auf der Seite auch schon die ersten Aktionsmöglichkeiten, wie verschiedene Wanderausstellungen, Informationen zur Hissung von Regenbogenfahnen vor Rathäusern oder Tipps zur Organisation eines Aktionstages an einer Bildungs- und Jugendeinrichtung.

In den nächsten Monaten wollen wir erste Botschafter*_*innen für die Aktion Regenbogen gefunden haben. Mit diesem Projekt wollen wir Personen aus dem öffentlichen Leben, der Politik und der Zivilgesellschaft finden, die die Projekte der Community (LSBTTIQ*) zur Aufklärung und Beratung in die ländlichen und kleinstädtischen Räume weitervermitteln.

Der Aufwand zur Umsetzung des Projektes "Wegweiser queeres Brandenburg" in 2019 hat den Trägerverein und seine Mitarbeitenden, gerade wegen kurzen Maßnahmezeitraum (September - Dezember 2019) ziemlich herausgefordert. Unser Fazit zu diesem Projekt ist es, dass zu verschiedenen Themen, die LSBTTIQ* in Brandenburg bewegen, durchaus  attraktive Angebote in Brandenburg vielerorts und auf unterschiedlichen Ebenen entwickelt wurden. Mit der 52-seitigen Broschüre, die seit Januar gedruckt vorliegt und an viele Beratungsstellen und kommunale Einrichtungen versendet wurde, will die LKS qu. BrB die Möglichkeiten der Vermittlung der vielfältigen Angebote von und für LSBTTIQ* im Land Brandenburg vereins- und verbandsübergreifend vorantreiben, um den ländlichen und kleinstädtischen Raum im Sinne von Vielfalt zu erreichen. In dem Moment, in dem wieder Fachtagungen, Jour fix oder Verbandstreffen in Brandenburg stattfinden, wollen wir diese mit einem kleinen Aktionsstand der LKS qu. Brandenburg besuchen und insbesondere den "Wegweiser Queeres Brandenburg" vor Ort und in persönlichen Gesprächen an kommunale Jugend- und Bildungseinrichtungen und Organisationen der Zivilgesellschaft verteilen.


Eine Schwierigkeit bei den intensiven Recherchen zu diesem Projekt waren die teilweise raren oder veralteten Informationen, die sich aus den Darstellungen einzelner  Internetseiten ergeben. Wir haben uns bemüht alle Informationen richtig darzustellen. Sinnvoll wäre es für alle noch einmal zu überprüfen, ob Darstellungstexte zu den Angeboten im Sinne von Attraktivität für die Interessierten verbessert oder erweitert werden könnten.

siegessauele

Die SIEGESSÄULE, Berlins traditionsreiches queeres Stadtmagazin und eine von Europas größten monatlichen LGBTI*-Publikationen, kämpft in der Corona-Krise ums Überleben! Am 9. April starteten das Heft und sein Verlag eine großangelegte Spendenaktion – unterstützt von Wolfgang Tillmans und anderen namhaften Künstler*innen.