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CSD Cottbus 2012

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Unter dem Motto „Cottbus, wie bist du wirklich?“ wird auch in diesem Jahr ein Christopher Street Day (CSD) in Cottbus stattfinden. Zum vierten Mal in Folge gehen Menschen unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters Frank Szymanski und der Stadtspitze auf die Straße, um zu zeigen, wie schön und vielfältig das Leben in Cottbus sein kann.

Am Samstag, den 15.09.2012 um 16.00 Uhr, beginnt die Demonstration mit einer Auftaktkundgebung am Rathaus (Neumarkt). Que(e)r durch die Innenstadt endet die Route am Glad-House mit einem Straßenfest. Im Anschluss öffnen sich ab 22.00 Uhr die Türen des Glad-Houses zur Rainbowparty, der offiziellen Aftershowparty.

Hier in Cottbus gilt es Tabus zu überwinden und vielfältige Lebensformen und Akzeptanz zu fördern. Dabei soll auch das Cottbuser Umland einbezogen werden. Gerade im ländlichen Raum gestaltet sich die Situation für Homo-, Bi-, Trans- und Intersexuelle sowie Transgender schwieriger als in Großstädten.

Zum Cottbuser CSD möchten wir ein klares Zeichen setzen. Wir stehen für eine vielfältige Gesellschaft ohne Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung und/oder Identität. Auch andere Formen der Ausgrenzung, wie Rassismus, Faschismus, Sexismus, Antisemitismus u.a. lehnen wir strikt ab. Alle, die diese Ziele teilen, laden wir ein, sich dem bunten Umzug am 15.09.2012 anzuschließen - Hand in Hand durch Cottbus.

Der Christopher Street Day setzt jährlich als Gedenk- und Demonstrationstag ein Zeichen gegen Homophobie. Erinnert wird an die Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und den Homo- und Transsexuellen in der New Yorker „Christopher Street“. In der Nacht vom 28. zum 29. Juni 1969 eskalierte die Situation. Infolge einer Razzia in der „Homo-Kneipe“ Stonewall Inn widersetzten sich die Gäste einer Festnahme durch die New Yorker Polizei, wodurch der Abend gewaltsam endete. Im Vorfeld kam es immer wieder zu Razzien, Festnahmen u.a. in Lokalitäten mit homosexuellem und/oder transvestitischem Publikum. Der auch als Stonewall-Aufstand bekannt gewordene Kampf um Gleichberechtigung gilt als Wendepunkt der Homosexuellen- bzw. der Queerbewegung.

Der CSD erinnert einerseits an den Stonewall-Aufstand, andererseits wird durch Kreativität und politische Statements darauf aufmerksam gemacht, dass auch heute noch Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und/oder Identität diskriminiert werden. Das Coming-Out in der Schule, dem Sportverein, in der eigenen Familie u.a. gestaltet sich oftmals schwierig. Dies spiegelt sich schon darin wider, dass Coming-Outs überhaupt erwartet werden. Zwar haben sich gesetzliche Rahmenbedingungen und gesellschaftliche Institutionen gewandelt: es gibt die Lebenspartnerschaft, das Antidiskriminierungsgesetz, die Abschaffung des §175 StGB, Diversity-Management u.v.m. - dennoch sind in alltäglichen Lebenssituationen Ausgrenzung und Gewalt immer noch an der Tagesordnung. Deshalb gilt es immer wieder auf die Problematik aufmerksam zu machen.

„Vielfalt ist für uns in Cottbus ein Gewinn – egal ob es um sexuelle Orientierung, Herkunft oder Religionszugehörigkeit geht. Es gilt, diese Vielfalt zu entdecken, anzuerkennen, zu fördern und ihre Vorteile zu nutzen.“

Schirmherr Frank Szymanski
(Oberbürgermeister der Stadt Cottbus)

Wir sehen uns auf der Straße zum 4. CSD Cottbus
Homophobie, Transphobie, Sexismus wegglitzern!


Links aus der Lausitz

www.aidshilfe-lausitz.de
www.queer-lausitz.de
www.fiedel78.de
www.pattis-bilder.de

Alle Grafiken Aidshilfe Lausitz e.V.