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Vielfalt spielt in unserer Gesellschaft eine immer größer werdende Rolle. Menschen kommen aus den unterschiedlichsten familiären Zusammenhängen, mit vielfältigen kulturellen sowie religiösen Hintergründen und Weltanschauungen. Sie unterscheiden sich zum Beispiel in Alter, Aussehen, Hautfarbe, Befähigung und Geschlecht und sie leben in unterschiedlichen Familienformen. Die Vielzahl an Aspekten, die einen Menschen ausmachen ist so komplex, dass manche davon im alltäglichen Leben weniger auffallen und keine große Rolle spielen, besonders wenn sie nicht so offensichtlich sind. Sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität sind solche Anteile der menschlichen Persönlichkeit, die oft nicht ohne weiteres wahrnehmbar sind. Hinzu kommt, dass diese Themen gerne bewusst gemieden werden, weil sie als zu privat empfunden werden, denn sie werden oft ausschließlich mit Sexualität in Verbindung gebracht. Das Ignorieren von Lebensrealitäten, egal aus welchen Gründen, kann aber auch zu Ausschluss und Diskriminierung führen. Um dem entgegenzuwirken, müssen sich alle in der Gesellschaft ihrer eigenen Vorurteile und Stereotype bewusst werden. Es gilt herausfinden, wo unsere Sprache Bewertungen beinhaltet und wie konstruktiv mit diesen Erkenntnissen umgegangen werden kann, um Kindern und Jugendlichen den größtmöglichen Entfaltungsfreiraum zu gewährleisten, Stereotype zu vermeiden und gegen Ungleichbehandlung, Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen. Dabei ist es wichtig, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich alle willkommen, repräsentiert und wertgeschätzt fühlen.

Inhalt:
Der Workshop bietet den Rahmen für die Reflexion eigener Haltungen, bietet Wissen zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt, Kenntnisse zu Regenbogenfamilien und diversitätssensibler Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Eltern. Es wird mit verschiedenen Techniken wie Impulsreferat, Gruppenarbeit, Austauschrunden sowie mit der Vorstellung von Medien und Praxismaterialien gearbeitet.

Referentin:
LisaHaring:Soziale Arbeit (BA), Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession (MA), Projektleiterin „Regenbogenfamilien in Brandenburg stärken"

Zeit:
Montag, 21. Oktober 2019, 10.00 - 15.00 Uhr
Kosten: Der Workshop ist kostenfrei

Zielgruppe:
Mitarbeiterinnen in Jugend-, Sozial-, Gesundheits- oder Standesämtern von Verwaltungen, bei Vereinen, freien Trägern der Jugendhilfe, Familienzentren, Erziehungsberatungsstellen sowie kommunale Gleichstellungsbeauftragte

Veranstaltungsort:
StadthausCottbus
Erich Kästner Platz 1
03046Cottbus
Raum Montreuil (Raum 3.9)

Anmeldung bis 16. Oktobe

T: 0355 612 2018 
M: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

T: 0176 63350318
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Der Workshop richtet sich an Dolmetschende und Sprachmittelnde, die haupt- oder ehrenamtlich mit Geflüchteten arbeiten. Ziel ist es, die Teilnehmenden für die Situation von geflüchteten LSBTTIQ* zu sensibilisieren und sie bestmöglich auf die Arbeit mit LSBTTIQ*-Klient*innen in verschiedenen Kontexten vorzubereiten (Recht, Verwaltung, Medizin). Im Workshop werden kulturelle, sprachlich/konzeptuelle und psychologische Hürden in der Übersetzungsarbeit behandelt. Außerdem werden wichtige Begriffe eingeführt, die im deutschen LSBTTIQ*-Diskurs relevant sind und die auch in Asylverfahren eine zentrale Rolle spielen. Letztendlich werden den Teilnehmenden einige Recherchetools in die Hand gegeben, mit deren Hilfe sie sich einen Überblick über die Menschenrechtssituation von LSBTTIQ* in den verschiedenen Herkunftsstaaten verschaffen können, um sich im Einzelfall gezielt auf Sprachmittlungssituationen mit ihren Klient*innen vorbereiten zu können.