Demnächst: Sollen sie uns doch sehen | Karolina Bregola

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Sollen Sie uns doch sehen
Die Fotografien sehen ganz harmlos aus: Schwule und lesbische Paare stehen Händchen haltend auf der Straße und lächeln in die Kamera. In Polen, wo diese Aufnahmen entstanden und öffentlich ausgestellt wurden, waren es großformatige Provokationen.Karolina Breguła  setzt sich bereits seit längerem in ihrer Arbeit mit dem Thema Toleranz auseinander. So auch während ihres Fotografiestudiums in Schweden. Dort entstand die Idee zur Bilderserie "Sollen sie uns doch sehen", ein trotzig selbstbewusstes Statement von schwulen und lesbischen Paaren, die sich nicht länger verstecken wollen.
Initiiert durch die polnische Organisation "Kampania Przeciw Homofobii ("Kampagne gegen Homophobie") wurden im März 2003 dreißig Bilder der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Plakate wurden zerstört oder mit Beschimpfungen besprüht, die Presse berichtete negativ, es gab anonyme Aufrufe, die Abgelichteten zu vertreiben und zu schlagen.
Auf Einladung des Vereines Katte e.V und der Gewerkschaft Ver.di Berlin - Brandenburg stellte Karolina Breguła ihre Kampagne im herbst 2005 auch in Berlin aus. Mehrere Orte in Brandenburg folgten. Mit der Einladung und der damit verbundenen Ausstellung wollen die deutschen Gastgeber auf die Lebenssituation von Lesben und Schwulen im EU-Nachbarland Polen aufmerksam machen, Kontakte knüpfen helfen sowie lesbische und schwule Organisationen in Polen solidarisch unterstützen.


Demnächst: Ausstellung in Seelow, nähere Informationen folgen noch


Lebenslauf  Karolina Bregola
Karolina Breguła wurde am 13. Januar 1979 in Katowice geboren. Sie studierte Englische Philologie und Schwedisch an der Universität in Krakau, wo sie an ihrem ersten Fotografie-Workshop teilnahm. 1999 ging sie an die Folkuniversitet Stockholm, Schweden, um dort Fotografie zu studieren. Karolina Breguła arbeitete dort auch für ein Jahr als Englischlehrerin in einem internationalen Kindergarten, wo sie auch das Problem der Intoleranz kennenlernte, das für Immigranten in Schweden allgegenwärtig ist. Das gab den Anreiz, Bilder von Kindern aus aller Welt zu machen. Gleichzeitig wurde sie so Beteiligte einer Promotion für fremde Kulturen und im Kampf gegen Intoleranz. Im Herbst 2003 kam Karolina Breguła zurück nach Warschau, wo sie neben ihren Tätigkeiten als Fotografin, Filmregisseurin und ihrem Diplomprojekt an der European Academy of Photography durch die Unterstützung verschiedener Organisationen den Kampf gegen Intoleranz bis heute fortsetzte.

 

 

 

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