Schwul zwischen den Tagebauen

Die_6_vom_Stammtisch(gayBrandenburg - Land und Leute) Noch in den Neuzigern erlebte die Lausitzregion ihren queeren Aufschwung. Rainbowparty im Gladhouse, CSD Cottbus und schwul – lesbisches Kulturfestival, Partys in einer Kleingartenkneipe namens RESI, Aidshilfe Cottbus e.V., Lebensart e.V. oder BATUSI e.V. sind die Namen, die einem einfallen, wenn man an diese Zeit zurückdenkt.



Mittlerweile ist das kulturelle und organisatorische und  Leben im lesbischen und schwulen Alltag in der Lausitzmetropole geradezu eingeschlafen. Die große Rainbowparty findet einmal alle zwei Monate statt. Nach den jüngsten Querelen zwischen mehreren Beteiligten, wird ausgerechnet das willige Partyvolk nun heterosexuell beschallt. (Gaybrandenburg - Bericht) Wer in der Energie – Region Beratung, etwa zum Coming Out oder HIV/ Aids, sucht, fährt besser gleich nach Berlin zu den überfüllten Wartesälen professioneller Hilfsangebote für Schwule und Lesben, die sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden.  
Schwule Szene lebt und lebte immer von der Hilfe zur Selbsthilfe. Das ist auch in Cottbus nicht anders. Dazu bedarf es nur einiger „Irrer“. So ein „irre“ Engagierter ist neuerdings Patrick Schölzel. „Irre“ schon allein deshalb, weil er sich als heterosexueller Cottbusser für die homosexuelle Minderheit in seiner Heimatstadt engagiert. Der Junge könnte es auch einfacher haben. Rausgeekelt aus Aidshilfezusammenhängen macht er unbeirrt weiter. Vor einiger Zeit gründete er das Portal Queer Lausitz. Anfangs belächelt ist es inzwischen ein Korrektiv zu institutionellen Meinungshoheiten und ein Sammlungsbecken für Leute die Spaß haben und/oder gleichzeitig sich engagieren wollen. Das Wort Sammlungsbecken ist wörtlich zu nehmen. Er ist nicht mehr allein. Mit seinem Kompagnon Alexander Bode betreibt er das Portal und den gleichnamigen Stammtisch.

Dabei ist nicht die große Politik Vorbild für das Handeln der Lausitzer Großstädter. Zu zerstritten ist die landesweite Population der derzeitigen schwulen und lesbischen „Aktionäre“. Da orientieren sich die Zusammengefundenen lieber an basisorientierten Werten und an den Nachbarn in der Lausitz. Bei denen gibt es regelmäßige Parties oder man trifft sich einfach zum Bowlen. Auch der gemeinsame Weihnachtsbummel und der regelmäßige Treff zum Schwimmen sind angestrebte Aktivitäten, die es so in Cottbus nicht mehr gibt.

Bei „Kopfwelten“ belassen die Beiden es nicht. So organisiert man schon gemeinsam mit der aus dem Gladhouse geschassten Betty Bond die „Anstaltsparty“ im Cottbusser RED – Club. Beim schon erwähnten Stammtisch für queere Leute in Cottbus treffen sich schwule Männer im Alter von 19 bis 53 Jahren.  „Wir treffen uns zumeist am Donnerstag, also wöchentlich, in der Brasserie (Mensa BTU) ab 19 Uhr. Dort wird gequasselt, getrunken, gespeist, gelacht und gedacht. Der Stammtisch ist Forum und Unterhaltungsmedium zugleich.“, so Patrick Schölzel.

Alexander Bode der zweite Stammtischvater verrät uns natürlich die Wege, wie man den Stammtisch erreicht. So findet man eine Fanpage zum „Stammtisch Queer Cottbus“ auf Facebook unter dem gleichen Namen. Hier kann man jederzeit die Veranstaltungen des Stammtisch-Duos einsehen und sich dafür anmelden. Wer das Duo per Email erreichen möchte, schreibt eine Nachricht an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

www.queerlausitz.de


Text: Adolar
Foto: Queerlausitz.de

 

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