Faschistischer Sprachgebrauch oder einfach nur doof?

In eigener Sache:

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Das gayBrandenburg - Magazin "Tabulose Rundschau - Meine Meinung" steht seit seinem Bestehen zu dem Recht der freien Meinungsäußerung jedes Einzelnen.  Wir sind uns bewusst, das wir mit einigen Beiträgen oft kontroverse Diskussionen auslösen. Diese halten wir richtig und wichtig. Wir haben dieses Video des Aidshilfe Lausitz e.V. gepostet, weil es eines der ganz seltenen Dokumente ist, bei der sich der Leiter der Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwule Belange des Landes Brandenburg (Trägerverein AndersARTiG e.V.) Lars Bergmann öffentlich und unverfälscht zu brandenburgischen Themen positioniert.

Ausdrücklich distanzieren wir uns sowohl als Redaktion, als auch als Katte e.V., dem Trägerverein des Projektes "gayBrandenburg", von der Äußerung des Lars Bergmann in diesem Video: "... Brandenburg in seinen historischen Grenzen" anlässlich der LesBiSchwulen Akzeptanztour. Wir sind nicht der Meinung uns einem faschistisch-revanchistischen oder großimperialen Duktus aneignen zu müssen, wenn es um den Kampf für Akzeptanz und Toleranz von Minderheiten, auch außerhalb brandenburgischer Landesgrenzen, geht.

Wir halten es dennoch für notwendig, dieses sicherlich kontroverse Video an dieser Stellle zu präsentieren.


Quelle: AH Lausitz (youtube)

 

headline_Grenzberschreitung

Kommentare (4)

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Hä?
Was ist denn daran faschistisch-revanchistisch oder großimperial?
Peter1984 , 20.09.2011
Zur Begrifflichkeit "Brandenburg in seinen historischen Grenzen
Zum Anfang die betreffende Interviewstelle mit Lars Bergmann (Leiter LKS) als Text: „Dieses Jahr fahren wir sozusagen nicht in ein Gebiet und umkreisen dann sternförmig die verschiedenen Städte und Gemeinden, sondern fahren … ähm… sondern sind gestern in Forst gewesen, sind heute in Guben und werden morgen in Eisenhüttenstadt sein, am Donnerstag in Frankfurt/ Oder, am Freitag in Wriezen und ein Novum der LesBiSchwulen Tour, die eigentlich durchs Land Brandenburg führt, wir haben Brandenburg einfach in seinen historischen Grenzen ein wenig gemessen und fahren deswegen diese Jahr das erste Mal in der Geschichte der LesBiSchwulen Tour über die Staatsgrenze hinaus Richtung Polen nach Stettin, wo wir sehr gespannt sind, wo wir auch bisschen Befürchtungen haben, was passieren könnte, Ich denke wenn wir mit der nötigen Vorsicht fahren, kann uns eigentlich nicht viel passieren…^

Laut Wikipedia wird in Deutschland der Begriff Revanchismus als negatives Schlagwort für eine Gesinnung benutzt, die die Oder-Neiße-Grenze und den mit ihr verbundenen Verlust der Ostgebiete des Deutschen Reiches seit dem Zweiten Weltkrieg ablehnt und damit die heutige Staatsgrenze nicht anerkennt. Mit „… in seinen historischen Grenzen“ verwendet der Leiter der Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwule Belange des Landes Brandenburg eine Formulierung, die eng verwandt ist mit einer Forderung der 50er bis 80er Jahre der alten Bundesrepublik und eben revanchistischer, sowie faschistischer Kräfte, „Deutschland in den Grenzen von 1938“ wiederherzustellen und die Oder-Neisse-Grenze als Staatsgrenze nicht anzuerkennen.

Einzig eine einzige Partei betrachtet heute noch nach eigenen Angaben Deutschland in seinen „historischen Grenzen“. Hier ein Auszug aus dem schlesischem Manifest der NPD:

„Gebt uns unsere Heimat wieder! Diese Forderung von Millionen von Ostdeutschen, die vor 60 Jahren in der Stuttgarter Charta ihren Ausdruck fand, gehört seit langem nicht mehr zur Maxime des Bundes des Vertriebenen (BdV), der zu einem Wurmfortsatz der etablierten Parteien geworden ist. Wie der aktuelle Streit um die Äußerungen von BdV-Präsidentin Erika Steinbach (CDU) und des früheren Berliner Finanzsenators Thilo Sarrazin (SPD) zeigen, haben die etablierten Parteien die Wahrung originärer deutscher Heimat- und Zukunftsinteressen längst auf ganzer Breite preisgegeben.

Insbesondere für das Recht auf unsere ostdeutsche Heimat, für die Zurückerlangung uralter deutscher Siedlungsgebiete in Ostbrandenburg, in Pommern, Ost- und Westpreußen, in Schlesien und im Sudetenland im Rahmen eines künftigen Europas der Vaterländer tritt heute nur noch eine politische Kraft ein - die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD). Sie ist der einzige Garant des deutschen Volkes für eine lebenswerte Heimat und eine sichere Zukunft“.


Das Interview ist an einigen Stellen eines kreuzzüglerischen Eroberungsduktus gehalten. Die gayBrandenburg – Redaktion und der Trägerverein des Projektes, sind offen für Diskussionen, möchten aber nicht einmal ansatzweise mit einem solchen „Formulierungskatastrophe“ in Verbindung gebracht werden. Trotzdem veröffentlichen wir es, weil es an vielen Stellen Fragen aufwirft, die die LSBT-Community in der nächsten Zeit noch, aus unserer Sicht, beschäftigen wird.

P.S. Wir wissen, im Gegensatz zu Herrn Bergmann, das dass frühere Stettin, niemals in Brandenburg gelegen hat.
Service gayBrandenburg , 20.09.2011
Fachlichkeit - Partizipation - Demokratie - Solidarität
Liebe Freund_innen, Sehr geehrte Damen und Herren,
mehrmals wurde mir zugetragen, daß einzelne Personen aus der LSBT-Community meine politische Integrität als Leiter der Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwule Belange des Landes Brandenburg anzweifeln und mir eine rechtspopulistische Tendenz zuschreiben wollen. Davon distanziere ich mich auch im Namen des Landesverbands AndersARTiG ausdrücklich.

Mein politisches Engagement bezieht sich einzig und ausschließlich auf die Emanzipation und Gleichberechtigung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern. Ich bin aus gutem Grund in keiner Partei Mitglied, denn meine Arbeit als Leiter der LKS soll nicht von einer persönlichen Parteizugehörigkeit, sondern von den mit Euch und Ihnen diskutierten und beschlossenen Zielen und Handlungsoptionen geprägt sein. In diesem Rahmen setze ich mich seit meinem Antritt aktiv für die LSBT-Community sowohl im Handlungskonzept Tolerantes Brandenburg und im Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit, sowie im künftigen Trägerverein dieses Aktionsbündnisses, dessen Gründnungsmitglied ich bin, und in einer Reihe weiterer Gremien und Arbeitskreise ein.

Meine Arbeit und das politische bzw. inhaltliche Handeln des Landesverbands AndersARTiG – LesBiSchwules Aktionsbündnis Land Brandenburg e.V. folgt modernen, an Partizipation und Demokratie ausgerichteten Methoden und Konzepten der Jugend- und Sozialarbeit. Wir sind offen für konstruktive, sachbezogene Kritik und Verbesserungsvorschläge.

Angriffe auf die persönliche Integrität, üble Nachrede, Beleidigungen, unwahre Tatsachenbehauptungen oder die Verächtlichmachung von engagierten Personen dagegen werten wir als ein Defizit von sozialen, politischen und Kommunikationskompetenzen. Wer sich so verhält beweist damit keinesfalls die eigene Wichtigkeit, sondern offenbart vielmehr grundlegende Defizite in Fragen der Konfliktfähigkeit und stellt sich selbst ein Armutszeugnis aus.

Auf weiterhin gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit
Lars Bergmann – Leiter der Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwule Belange des Landes Brandenburg
Service gayBrandenburg , 21.09.2011
Fachlichkeit - Partizipation - Demokratie - Solidarität ?????? WTF???
Also wir kennen doch alle das verschobene bzw. nicht vorhandenes Verständnis von Fachlichkeit, Demokratie, Partizipation und Solidarität von Lars (Larsimaus) Bergmann.
Deswegen verwirrt es mich, dass er ausgerechnet mit diesen Worten seinen Text anfängt.
Er lebt einfach seine eigene Vorstellung und versucht alles andere runterum seinen Vorstellungen anzupassen und macht nicht vor gesellschaftlichen Normen und menschlichem Verständnis halt. Er ist intrigant und sehr hinterhältig. Wenn das allerdings mal bei seinen Geschichten rauskommt, baut er sich das dann auch noch so zurecht, dass alle anderen Schuld haben. Blöd nur, dass halt doch der größere Teil um Lars Bergmann herum logisch denken kann und sich nicht die herumgedrehte Realität von L.B. einhämmern lässt.

Lars Bergmann lebt in Brandenburg nur dafür, die vorhandene und funktionierende Struktur zu zerstören. Warum? Wahrscheinlich aus Machthunger.

Außerdem kann ich persönlich seine politischen Ansichten nicht mehr nachvollziehen, denn abgesehen von so manchen ganz rechten äußerungen ist er sehr sehr links/kommunistisch, sympathisiert aber auch mit den neuen Piraten und schreckt dabei auch nicht zurück diese Partei in die Arbeit des Jugendnetzwerk Lambda zu verstricken. Zum Glück ist das auf den letzten beiden Mitgliederversammlungen abgelehnt worden.

LG von einem wirklichen Vertreter von Fachlichkeit - Partizipation - Demokratie - Solidarität!
md , 09.10.2011

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