Es geht um Menschen und Menschenrechte

Auch in diesem Jahr gilt, der aufmerksame Blick der LSBT - Community, auf den 17.Mai. An jenem Tag ist es üblich auf erreichte Ergebnisse, bei der Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender zu schauen. Trotz der Fortschritte ist es immer noch notwendig Forderungen an Politik und Gesellschaft aufzumachen. Einiges hat sich hier in Brandenburg getan. So erkämpften Lesben und Schwule sich das Recht, eine eingetragene Partnerschaft vor das Standesamt einzugehen. In diesem Jahr nun seit 10 Jahren. Allein in Potsdam sind es 144 Verpartnerungen. 144 mal, so hoffe ich es, Glücklich sein.

Steuerliche Angleichungen im Beamtengesetz konnten in Brandenburg, durch die Landesregierung umgesetzt werden. Das sind heiß umkämpfte Erfolge für die LSBT - Menschen im Land Brandenburg. Bei aller Freude darüber, müssen wir feststellen, dass noch viel, viel Arbeit in der vollständigen Gleichstellung vor uns liegt. Diese kann nur, die LSBT - Community mit der aktiv handelnden Politik, im Land Brandenburg leisten.

Das ländlich geprägte Brandenburg ist hier in der Strukturvernetzung, aber auch in der Coming Out - Arbeit und bei der HIV/ Aids - Prävention, weit voran geschritten. Mit der Gründung des neuen Landesverbandes Bündnis Faires Brandenburg, ergeben sich neue Wege, die die Chancen des Netzwerkes und des gemeinsamen Handelns nutzen. Denken wir daran: Es geht um Menschen und um Menschenrechte und Handlungsfähigkeit, die der Lebenswirklichkeit Rechnung trägt.

Aus Bundespolitischer Sicht, bleibt zu hoffen dass im Bundestag, der Tag kommt, wo es Fraktionsübergreifend Konsens in der schrittweisen Angleichung an Lebensrealitäten gibt. Diese Forderungen sind nur allzu menschlich zu sehen. So sollte die Einsicht wachsen, dass die vollständige Öffnung der sogenannten "Homoehe" auch in Deutschland Realität werden muss. Was im katholischen Spanien und Portugal ohne Schwierigkeiten durch gewunken wurde, sollte wohl auch im demokratischen Deutschland zu machen sein.

Ebenso auch was die Modifizierung des Adoptionsrecht, für Eltern aus Regenbogenfamilien. Das sind keine Lebensmodelle, die der herkömmlichen Familie das Wasser abgräbt. Im Gegenteil, es ist eine große Bereicherung für unsere bunte, vielfältige Gesellschaft!

Endlich muss aber auch in Hinsicht zur Neuformulierung des Transsexuellengesetz (TSG) gehandelt werden. Es ist in keinster Weise zu akzeptieren, dass es immer noch keine Ausbildung für Ärzte gibt, um bei Geschlechtsumwandlungen und Anpassungen, die Unversehrtheit des Patienten garantieren. Bisher ist der medizinisch gesicherte Zugang für die Betroffenen ein Glücksspiel. Das TSG, muss aber auch endlich klare Rahmen im Personenstandswesen schaffen. Auch hier wird nach wie vor, mit unterschiedlich, verwirrenden Maß vorgegangen. Es geht hier um Menschen mit eigener und selbstbestimmter Identität.

Auch die Bundesregierung sollte diesen Tag nutzen um Meilensteine gegen internationale Homophobie in mehr als 70 Länder der Welt vorgehen. Menschenrechtsverletzungen auch mitten in Europa, dürfen nicht zugelassen werden. In Ländern wo Menschen wegen ihrer homosexuellen Lebensweise einer Lynchjustiz ausgesetzt sind, sollte diese Bundesregierung, endlich Maßnahmen ergreifen, die zur Beendigung Lebensbedrohlichen Szenarien und Morde für die Betroffenen führt. Mit diplomatischen Mitteln, kann man vieles erreichen. Nur muss man das auch tun. Eine Bundesregierung die in diesem Punkt, immer wieder davon läuft, macht sich in Menschenrechtfragen unglaubwürdig.

Ich wünsche uns allen hier in Brandenburg, Deutschlandweit und überall auf dieser Welt, einen Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie, der mit kraftvollen unüberhörbaren Akzenten wahrgenommen wird. Kämpfen wir gemeinsam - offen - beherzt - Zielorientiert - in bunter Vielfalt – und unerschütterlicher Fröhlichkeit!!!!

 

Martina Wilczynski

Vorsitzende Bündnis FAIRES Brandenburg

Landesverband Lesben,Schwule, Bisexuelle und Trans*

 

 

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