Wo Norden ist

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Neuestes Buch von Peter Hofmann erschienen

(GayBrandenburg - Redaktion + 13. März 2007) Dem Schriftsteller Pawel sind die Figuren abhanden gekommen. Plötzlich fehlt ihm, der so viele Geschichten von Liebe und Abenteuer erzählt hat, die Inspiration. Auf der Suche nach Ablenkung schlendert Pawel durch die Stadt und trifft dabei auf Greg. Im Laufe eines Nachmittags kommen die beiden Männer sich näher, beginnen sich die Geschichten ihres Lebens zu erzählen – die kleinen, alltäglichen Anekdoten, aber auch die großen, dramatischen Ereignisse. Und Pawel merkt, dass er sich der Zukunft erst widmen kann, wenn er mit seiner Vergangenheit abgeschlossen hat.

In seinem neuen Roman Wo Norden ist entwirft Peter Hofmann ein beeindruckendes Porträt eines Geschichtenerzählers auf der Suche nach der eigenen Geschichte und beweist mit seiner schonungslosen Offenheit und seiner scharfen Sprache einmal mehr, warum er zu den herausragenden Erzählern seiner Generation gehört.

Leseauszug:

Es ist gut, sich zurückzuziehen für eine Weile, um sich zu blicken. Es ist gut, die Sternbilder zu studieren, herauszufinden, wo Norden ist. Und doch nicht zu vergessen, wie schön der Himmel bleibt. Und dabei nicht einmal an Wolken denken, nicht an Frank. Auch wenn ich wieder in die falsche Richtung gehen sollte, will ich doch wissen, wo ich bin. Ich will es sehen, wenn ich nach oben blicke, wenn ich suche, damit ich zurückfinde.

Wie man eine Karte einnordet mit dem Kompass, will ich mich einnorden, um zu wissen, wo oben und wo unten ist, und dass Osten eine Himmelsrichtung ist, kein Gefühl.

 

Auszug: Peter Hofmann WO NORDEN IST, Querverlag 2007, seit 1. März im Buchhandel erhältlich. Eine Lesung findet am 27. April, um 20 Uhr im "Wist. Der Literaturladen" (Brandenburger Straße in Potsdam) statt.
Mehr von Peter Hofmann im Querverlag:

Berlinsolo. Roman (2000)
Allein die Welt dazwischen. Roman (2001)
Nachtnovelle. Roman (2003)
Das Feuer fremder Häuser. Roman (2005)

Erzählungen von Peter Hofmann:
„Wenn Jack das liest ...“. In: Der Bärenkult (2004)
„September, tödlich“. In: Queer Crime (2002)
„Katzenzungen“. In: SEXperimente (2000; 2.Aufl.)

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