Carsten Bock: Die K-Frage der Jungen Union ...

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Nun also doch: Junge Union zieht Diskussionspapier wegen missverständlicher Formulierungen zurück

 (Gaybrandenburg - Tabulose Rundschau) Mit seinem Diskussionspapier „Die K-Frage der Union“ wollte die Junge Union (Kv Göppingen) eine Diskussion um den künftigen Weg und das Profil der CDU anstoßen. Ihr Ziel war es angeblich, dabei Zukunftsthemen, die auch für junge Menschen wichtig sind, aufzugreifen und Denkanstöße zu geben. Nun ziehen sie die Erklärung mit folgenden Worten zurück: 

"Es war nie unsere Absicht, mit einzelnen Aussagen Menschen zu verletzen oder auszugrenzen. Auch wenn wir in der zu diesem Papier intensiv geführten Diskussion zu einzelnen Themen viel Zustimmung erfahren haben, müssen wir erkennen, dass dies durch missverständliche, falsche Formulierungen und auch handwerkliche Fehler dennoch geschehen ist. Wir bedauern dies zutiefst und ziehen deshalb das Diskussionspapier zurück."

Wer auch immer die Jung-Konservativen nun zurückgepfiffen hat, es war schon ein starkes Stück letzte Woche in ihrer Erklärung zu lesen: "Die eingetragene Partnerschaft, die so genannte Homo-Ehe ist im Interesse des Staates und seiner Zukunft falsch und unsinnig. Und sie widerspricht christlichen Grundsätzen zutiefst."

Wes geistes Kind muss man nur sein, hinter aktuellen wirtschaftlichen Schwierigkeiten nicht die gerade in BaWü jahrzehntelange hausgemachte Vetternwirtschaft der CDU erkennen zu wollen, sondern auf Stimmenfang am rechten Rand zu gehen nach dem Motto immer drauf auf die Minderheiten?

Selbst die nicht gerade kommunistisch oder sonst in links-radikalem Verdacht stehende Wirtschaftswoche hatte schon vor 2 Jahren erkannt: Dort wo die Freiheit der Menschen zum Glauben, zum Leben und zum Lieben am Grössten sind, dort ist die Wirtschaftsleistung auch am grössten, wie es sich an Wirtschaftszentren rund um das Schwule Mekka San Francisco mit dem Silicon Valley oder in Europa z.B. in den Niederlanden oder Skandinavien deutlich ablesen lässt.

Sicher ist es manch jüngeren nicht vergönnt, aus den Erfahrungen der Vergangenheit direkt lehren zu ziehen. Aber dann sollte im Fach Reading comprehension nicht gerade ein Sechs stehen.

 Die_K-Frage_der_Union.pdf  Byte 

Denn dies ist ja auch nicht die erste Entgleisung der rechtslastigen JU aus dem zänkischen Nordost-Schweizer Randgebiet Württemberg. Schon im April hatten sie ihre Grundsatzerklärung gegenüber Jusos und Grünen mit folgenden Worten verteidigen wollen:

3. Schwulenfeindlichkeit:

Es geht nicht um Schwulenhatz, sondern um die Klarstellung, dass für Ehe- und Familien eine verfassungsmäßig besondere Stellung (Artikel 6 (1) Grundgesetz: vor alternativen Lebensformen (Lebenspartnerschaft oder eheähnliche Lebensgemeinschaft) besteht.  

So angeblich auch das Bundesverfassungsgericht in seiner  Entscheidung in dem Fall von vor 20 Jahren.

2 BvR 1057/91 „1. Art. 6 Abs. 1 GG enthält einen besonderen Gleichheitssatz. Er verbietet, Ehe und Familie gegenüber anderen Lebens- und Erziehungsgemeinschaften schlechter zu stellen. Dieses Benachteiligungsverbot steht jeder belastenden Differenzierung entgegen, die an die Existenz einer Ehe (Art. 6 Abs. 1 GG) oder die Wahrnehmung des Elternrechts in ehelicher Erziehungsgemeinschaft (Art. 6 Abs. 1 und 2 GG) anknüpft.“

 

Dabei hatten sie wohl leider übersehen, dass das Bundesverfassungsgericht im letzten Jahr in dem Dysen-Urteil eines schwulen Paares aus Hamburg schon längst entschieden hat, wenn eine Lebenspartnerschaft die selben Pflichten hat, dann muss sie auch die selben Rechte haben. Und dass die Ehe nicht schlechter gestellt werden kann, bedeutet nicht,  dass nichts der Ehe gleich gestellt werden kann - Das sogenannte Abstandsgebot, was die konservativen Moraltheologen  dort immer hineinverwurstet hatten, gibt es laut Bundesverfassungsgericht nämlich garnicht.

 

Aber auch dort gilt für die Göppinger Junge Union: Reading comprehansion  -Leseverständnis - Note Sechs - 

 

Wenn das Ihre Eltern wüssten...

 

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