VelsPol: Zusammenstehen gegen homophobe Gewalt

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Berlin, 17.05.2010. Am heutigen Montag wird weltweit der Internationale Tag gegen Homophobie begangen. Antihomosexuelle (homophobe) Gewalt steht trotz eines immer offener werdenden Klimas gegenüber gleichgeschlechtlichen Lebensweisen weiter auf der gesellschaftlichen Tagesordnung. Nicht selten werden Lesben und Schwule mit den Folgen dieser Gewalt und bei der Auseinandersetzung mit ihr allein gelassen.

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„Schwule Sau“ ist immer noch das beliebteste Schimpfwort bundesweit. Fast jeder dritte Homosexuelle erfährt in seinem Leben körperliche Gewalt wegen seiner Lebensweise. Oftmals werden Homosexuelle gezielt abgepasst, verfolgt und zusammengeschlagen. Meist handelt es sich um Hassdelikte, was durch Äußerungen der Täter offenbar wird. Angezeigt wird jedoch nur eine geringe Zahl von Straftaten und die Dunkelziffer ist sehr hoch. Studien zufolge liegt diese bundesweit bei über 90 %. Ein Phänomen, das so nicht hinnehmbar ist. Dem ist entschieden entgegenzuwirken. Homophobe Gewalt ist ein gesamtgesellschaftliches Problem! Es geht uns alle an!

Der Verein lesbischer und Schwuler Polizeibediensteter Berlin-Brandenburg ruft daher alle gesellschaftlichen Kräfte auf, gegen diese vorurteilsmotivierten Taten entschieden entgegenzutreten.

Wir begrüßen daher sehr, dass Berlin am heutigen Tag den offiziellen Startschuss für die Initiative „Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt“ gibt. Auch wir haben uns in der Vorbereitungsphase aktiv mit eingebracht und beteiligt. Wir hoffen, dass die vielfältigen Ideen und Projekte auf ein positives Interesse in der Bevölkerung stoßen und eine bundesweite Signalwirkung haben.

Für das Land Brandenburg erwarten wir von der Landesregierung, dass diese auch weiterhin Projekte, die sich für die Rechte von Opfer homophober Gewalt einsetzen, tatkräftig unterstützt. Zuwendungskürzungen für schwul-lesbische Projekte im Land Brandenburg, finden kein positives Echo auf die Akzeptanz von gleichgeschlechtlichen Lebensweisen. Diese sind eher hinderlich als förderlich, so VelsPol - Vorstandsmitglied Marco Klingberg.

Vom Potsdamer Innenministerium fordern wir, dass durch die neu erarbeitete Struktur der Landespolizei die Rolle der Ansprechpartner für gleichgeschlechtliche Lebensweisen nicht außer acht gelassen wird, fehlende Kompetenzen festgeschrieben und erweitert werden. Bereits Anfang des Jahres versprach Innenminister Rainer Speer während eines Arbeitstreffens mit Vertretern unseres Vereines, sich der in den letzten Jahren vernachlässigten Problematik anzunehmen. Wir werden den Minister beim Wort nehmen!

Marco Klingberg
(Vorstand VelsPol Berlin-Brandenburg)

 

 

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