Vom Saulus zum Paulus, Berliner Ex-Schulsenatorin tot

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(Gaybrandenburg - Redaktion, 31. März 2010) Alt wird man wohl, wer aber klug? fragte Goethe vor fast 200 Jahren und meinte damit zwar vermutlich eher sich selbtst in Hinsicht auf seine ständig neuen sexuellen Beziehungen mit verheirateten Frauen, die ihm immer wieder nachgesagt wurden, wie z.b. mit der Thür. Prinzessin Anna-Amalia, Frau von Stein und verschiedenen anderen.

Bei der Berliner Ex-Schulsenatorin Hanna-Renate Laurien (CDU), die am 12.3.2010 in Berlin-Lankwitz verstorben ist, lässt sich dieses aber positiv würdigend auf die Änderung ihrer Meinung gegenüber Homosexuellen bestätigen.

Die gelernte Lehrerin war von 1981 bis 1989 (West-) Berliner Schulsenatorin und hatte wegen ihrer resoluten Art den Spitznamen „Hanna Granata“. Auch zum Thema "Homosexualität und Schule" hatte Laurien eine resolute Meinung die sie bei einer Diskussion im "Ring politischer Jugend" am 1.2.1983 im SFB-Radioprogramm erregt vortrug. Dabei äusserte sie " Ein bischen zur Homosexualität erziehen zu können" und dabei das berechtigte Interesse, über die Verfolgung von Homosexuellen im Nationalsozialismus im Geschichtsunterricht entrüstet ablehnte.

Anzumerken sei, dass Laurien dann Jahre später doch noch einen Lernprozess beschritt und später sogar an Schulen im Rahmen der Aidsprävention Kondome verteilte (wenn auch im verschlossenen Briefumschlag) und den Bau des Mahnmals für die ermordeten Homosexuellen engagiert unterstützte.

Deutschlandweit bekannt wurde Frau Laurien als Schuldirektorin aber schon Ende der Sechziger Jahre, als sie eine schwangere Schülerin entgegen den damaligen Gesetzen zum Abitur zuließ und in dem sie eine schwangere Lehrerin, die mit dem Vater des Kindes nicht verheiratet war, was damals als sogenannte "Wilden Ehe" zum Ausschluss aus dem Schuldienst führte, nicht bei der Schulbehörde denunzierte.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) würdigte Laurien postum als hochgebildete, streitbare, ausgesprochen faire und menschliche Persönlichkeit.„Sie strahlte eine von umfassendem Wissen und christlichem Glauben getragene Autorität im besten Sinne des Wortes aus, die ihr Achtung und Ansehen weit über die Politik hinaus verschafften“, erklärte Wowereit. „Die Berlinerinnen und Berliner haben sie gemocht."

Autor: CarBo
Bild: Bundesarchiv

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