Brandenburger räumt erfolgreich in Berlin Kreativpreis ab

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(red) Christoph Köhler ist für seine künstlerische Arbeit zum diesjährigen brandenburgischen CSD ausgezeichnet worden. "Du kannst alles sein!" heißt die Austellung, mit der sich der 25jährige Student aus Potsdam am Kreativwettbewerb zum Thema Schimpfwort "Schwule Sau" des Berliner schwulen Antigewaltprojekt MANEO e.V. bewarb. Insgesamt neun Motive von Menschen, wie sie uns alltäglich begegnen, hat der Künstler fotografiert. Den Betrachter stellt er damit vor die Frage, inwieweit Worte wie: "schwul", "bisexuell" oder "verliebt" die Wahrnehmung der Umwelt verändert. Die offizielle Preisverleihung fand Ende Mai in Berlin statt.

Alle eingereichten Beiträge waren zuvor von einer unabhängigen Jury begutachtet worden, der unter anderem Rainer Behrend, (Intendant Vagantenbühne), Pieke Biermann (Journalistin, Buchautorin), Ross Antony Catterall (Sänger), Sanem Kleff (Schule ohne Rassismus / Schule mit Courage), Michael Kloss (Hannchen - Mehrzweck - Stiftung), Mario Koss (Chance Unit e.V.), Martin Reichert (Journalist), Rebecca Weiss (Aktion Gesicht Zeigen), Georg Uecker (Schauspieler) und Bastian Finke (MANEO) angehörten

Köhler gewann in der Kateorie "Foto und Bilder". Insgesamt bewarben sich etwa 20 Jugendliche im Alter zwischen 16 und 25 Jahren in den Kategorien "Kurzgeschichten", "Film und Theater", "Musik und Tanz" und "Fotos und Bilder". Der zweite brandenburgische Mitbewerber Marik Roeder verpasste in der Kategorie "Kurzgeschichten" nur knapp den Gewinn. Ihm war Christian Deker aus Stuttgart zuvorgekommen, mit einer Kurzgeschichte über einen schwulen Fussballfan, der sich vor seinen Kameraden während eines Fussballspiels outet. Dennoch ist Roeder zufrieden. Der Wettbewerbsbeitrag des 18jährigen, eine schwule Mangageschichte unter dem Titel "Coming Out in Dallow", ist wie der Beitrag "Du kannst alles sein" als Wanderausstellung konzipiert, und wird zukünftig in Brandenburg an verschiedenen Orten zu sehen sein.

Beide Ausstellungen waren vom 22. April bis 1. Juni anlässlich des CSD-Brandenburg 2008 in den Räumen der SPD Landtagsfraktion zu besichtigen (gaybrandenburg berichtete). Nicht nur Sozialministerin Ziegler war von beiden Projekten angetan. Auch die Leiterin der Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwule Belange Gabriele Kerntopf nannte das Konzept "Du kannst alles sein" schlicht "genial". Detlef Mücke (GEW Schwule Lehrer) sieht in den Ausstellungen und den damit verbundenen Projekten einen neuen Ansatz für Antidiskriminierungsarbeit im Flächenland Brandenburg.

Jirka Witschak (Katte e.V.) möchte: "... die Ausstellung in die Städte Brandenburgs bringen, um so das Thema Homosexualität öffentlich zu visualisieren." Dabei sollen, so Witschak: "...weiterführende Beratungs- und Informationsangebote, wie das zukünftige COME - OUT - BRANDENBURG - Portal präsentiert werden. Für uns ist es wichtig, Homosexuelle zu erreichen, die großstädtische homosexuelle Infrastruktur nicht nutzen können, und somit auf flächendeckende Angebote angwiesen sind."

Bildquellen:

Ausstellungsmotive: Christoph Köhler ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. )

Preisverleihung: MANEO e.V.

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