Gedenken für die schwulen und lesbischen Opfer des Nationalsozialismus

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ssl20179.jpgAm Sonntag, den 27. Januar 2008 um 13 Uhr
werden VertreterInnen des Schwulen Netzwerks NRW; der Landesarbeitsgemeinschaft Lesben in NRW sowie des Arbeitskreises Lesben und Schwule in ver.di Köln am
Mahnmal für die lesbischen und schwulen Opfer des Nationalsozialismus „totgeschlagen - totgeschwiegen" (im Rheingarten Köln unterhalb der Hohenzollernbrücke) in schweigendem Gedenken weiße Rosen niederlegen.
(Foto Schwules Netzwerk NRW)

An diesem Tag jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz zum 63. Mal und das Mahnmal im Kölner Rheingarten wird 13 Jahre alt. Bundesweit finden Gedenkveranstaltungen statt. Man will an die lesbischen Frauen erinnern, die während der Nationalsozialistischen Herrschaft als „Asoziale" verfolgt, verhaftet und mit dem Schwarzen Winkel stigmatisiert wurden. Man will an die Verfolgung jener schwulen Männer erinnern, die Opfer von Razzien, Polizeiübergriffen, Folterungen bei der Gestapo, Zwangsarbeit und Konzentrationslagern wurden. Der Rosa Winkel ist später zu einem Symbol für schwule Solidarität geworden. Lesbische Frauen und schwule Männer mussten ihre sexuelle Identität verbergen und sich verstellen. Viele wurden totgeschlagen, ihr Schicksal lange Zeit totgeschwiegen. Wir wollen auch nicht vergessen, dass es nach dem Krieg mehr Verurteilungen nach § 175 (Strafbarkeit vom Homosexualität) gab als während der Nazi-Herrschaft. Und man will ein Zeichen gegen zunehmende Ausgrenzung und Gewaltbereitschaft in unserer Gesellschaft auch gegenüber Lesben und Schwulen setzen.

Im Anschluss findet eine Gedenkveranstaltung um 14.30 Uhr in der Antoniterkirche statt, Schildergasse 57. Im Rahmen der Kölner Gedenkveranstaltungen zum Nationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus in Deutschland werden diesmal die jüdischen Opfer der NS-Zeit in den Vordergrund des Gedenkens gestellt. Hannelore Hausmann, Adriana Stern, Johannes Epp und Günter Ginzel werden aus ihrem und dem Leben ihrer Angehörigen berichten. Dabei geht es um die Ereignisse während und nach der NS-Zeit. Das Ganze wird in einen historischen Rahmen gestellt werden, der mit Bildern veranschaulicht wird. Sprecher für diesen Teil ist Josef Tratnik. Für die musikalische Begleitung wird der Bonner Tenor Marc Rosenthal sorgen, am Klavier begleitet von Thomas Frerichs.

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