Spurensuche im KZ-Aussenlager Klinkerwerk zum 63.JT der Befreiung

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(Gaybrandenburg - communityTicker) Am 21. April 2008 fand um 11 Uhr eine Gedenkveranstaltung im ehem. Aussenlager Klinkerwerk statt. Dabei wiesen sowohl Alexander Zinn vom LSVD als auch die anwesenden ehemaligen französischen Häftlinge auf die besondere Bedeutung hin, die dieses Aussenlager hatte, da hier gerade die Homosexuellen Häftlinge oftmals zur Vernichtung durch Arbeit überstellt wurden oder der gezielten Mordaktion im Sommer 42 zum Opfer fielen.

Unisono forderten sie die Stadt Oranienburg und das Land Brandenburg auf, dafür Sorge zu tragen, dass der geplante Geschichtspark Klinkerwerk zur Erinnerung der Überlebenden und Mahnung an die Zukunft endlich realisiert wird.

Der Bürgermeister von Oranienburg verwies die Verzögerung in die Zuständigkeit der Landesregierung, die sich bisher weder für eine Klärung der im Bundeseigentum stehenden Immobilie noch zur Bereitstellung notwendiger finanzieller Mittel ausreichend engagiert hätte.

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Im Anschluss hat eine Kleine Gruppe unter Führung von Eberhard Zastrau, bis September 2007 Mitglied im Beirat der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, eine Spurensuche auf den z.T. überwucherten und zugewachsenen Gelände durchgeführt, um Reste des ehemaligen Lagers wenigstens fotografisch festzuhalten und sich einen Eindruck von dem Gelände, dass für fast alle homosexuellen Häftlinge zum Vernichtungslager wurde, zu verschaffen, so Alexander Zinn in seiner einleitenden Rede.

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Blick vom einzigen zugänglichen Aussichtspunkt 0 über die von Häftlingen angelegten Hafenbecken zum Ehrenmal an der Spitze der linken Kaimauer. dsc00161.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

             

Erinnerungstafel am 1998 angelegten Aussichtspunkt 0

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Reste von Betonschwellen auf dem Gelände des ehemaligen Steinlagers - 1

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stillgelegte Bahnstrecke zwischen Oranienburg-Sachsenhausen und der Oderlandbahn-2

Diese Bahnstrecke war die nördliche Begrenzung des ehemaligen Aussenlagers Klinkerwerk.

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Zaunpfahl des ehemaligen Lagers. Auf Grund seiner Form kann er eindeutig dem ehemaligen Konzentrationslager zugeordnet werden. -3 dsc00167.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

             

weiterer Zaunpfahl aus Beton, an dem noch die Isolatoren des Stromzaunes zu erkennen sind. - 4  Viele Häftlinge wählten ja den Freitod im Strom um so der Drangsalation der SS zu entkommen.

Alexander Zinn (LSVD) sichert Reste für das Schwule Museum

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Fundament- und Treppenreste im Bereich der ehemaligen Häftlingsbaracken. - 5

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Alexander und Eberhard vom LSVD und Markus und Marcel von Katte  suchen hier nach weiteren Spuren der ehemaligen Häftlingsbaracken -5

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Fundamentreste, vermutlich der alten Latrinenanlage des Häftlingslagers -6

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östlicher Rand des Häftlingslagers -7, gut zu erkennen der Höhenunterschied, da Häftlinge den Boden aufschütten mussten, um eine grosse ebene Fläche für das Lager zu schaffen. Dabei sind viele im Moor umgekommen oder von den SS Wachmannschaften "auf der Flucht" erschossen worden.

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Blick vom östlichen Rand -8 über das ehemalige Lager und die sog. Grosse Halle, die grösste Werkhalle des Lagers. Man sieht deutlich die ebene Fläche die ja von Häftlingen erst geschaffen wurde. Da ausser kniehohem Gras kaum Vegetation anzutreffen ist, kann man erwarten, dass der Boden stark verdichtet bzw. weitere Betonreste darunter verborgen sind.

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östlicher Wall (Kugelfang) des ehemaligen SS-Schiessplatzes -9 welcher sich unmittelbar neben dem Häftlingslager befand.

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Bick am nördlichen Seitenwall des Schiesstandes entlang -10 Einige SS Schergen machten sich ja einen besonderen Spass daraus, statt auf Papierscheiben auf Lebende Ziele, also Häftlinge zu schiessen.

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Blick auf den ehemaligen Schiesstand von der Strasse an de Lehnitzschleuse aus. - 11

Deutlich zu erkennen in der Bildmitte, die Wälle, die die einzelnen Schiesstände seitlich begrenzten. dsc00186.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tafel auf der Strasse an der Lehnitzschleuse in Höhe es ehemaligen Häftlingslagers.-13

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Die anwesenden Historiker Uwe Fröhlich (Grüne)  und Eberhard Zastrau (LSVD) im Fachgespräch an der Lehnitzschleuse zum Schluss der Spurensuche, -12

Alle wiedergegebenen Häftlingsberichte entstammen dem Buch von Joachim Müller, dem Vorgänger von Eberhard Zastrau im Beirat der Brandenburgischen Gedenkstätten.

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