Erfolgreicher Saisonauftakt: Das war der CSD-Brandenburg

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20 Veranstaltungen an 16 Tagen:

So bunt war Potsdam lange nicht!

Zwei Wochen lang wehte die Regenbogenfahne vor dem Potsdamer Stadthaus. Zwei Wochen lang waren Schwule und Lesben Thema in der Stadt. Zwei Wochen lang reihte sich eine Veranstaltung an die andere: Lesungen, Diskussionen, Vorträge, Partys, Filme - der Brandenburger CSD hatte es dieses Jahr in sich. Das Queensday-Wochenende steckt manchen noch in den Knochen. Die erste Foto-Ausstellung dazu gibt es in der UNSCHEINBAR. Dort zeigt Burghard Mannhöfer die schönsten Motive rund um das große Tunten-Spektakel auf dem Potsdamer Tulpenfest. Eröffnet wurde die Präsentation anlässlich der CSD-Abschluss-Party am 28. April.
Eine weitere Ausstellung wurde ein paar Tage zuvor bereits eröffnet: A:M-Interpretationen heißt die Galerie von Fotomontagen, die im La LEANDER gegenwärtig bestaunt werden kann. Die Arbeiten des Künstlers NEOS sind dem 1939 verstorbenen Alfons Mucha gewidmet. Dessen gezeichnete Jugendstilbilder hat NEOS mit realen Personen neu in Szene gesetzt.
Christian Metzners Bilder unter dem Titel "Love-Sex-Safe" schmücken derzeit den Flur der SPD-Fraktion im brandenburgischen Landtag auf dem Brauhausberg. Diese Ausstellung wurde am 25. April unter anderem vom Fraktionsvorsitzenden Günther Baaske und Ministerin Dagmar Ziegler eröffnet.

Für Alle, die in irgendeiner Weise an diesem CSD mitgewirkt, geholfen, die Daumen gedrückt oder einfach nur mitgefeiert haben, gibt es nun zum guten Ende zahlreiche Fotogalerien zu bestaunen:

Flaggenhissung am Stadthaus bei gaybrandenburg.de
Flaggenhissung am Stadthaus bei schichtwerk-potsdam.de

Queensday2007 bei gaybrandenburg.de
Queensday2007 bei queer-kopf.de
Queensday2007 bei mapelsens.de.vu
Queensday2007 bei fiedel78.de (Anmeldung erforderlich)
Queensday2007 bei schichtwerk-potsdam.de (incl.N8SCHICHT-After-Queensday-Party)
Queensday2007 bei potsdam-abc.de
weitere Informationen zum Queensday: www.queensday.de

 

Das CSD-Programm und weiteres Material zum Download

pdf Eröffnung_des_csd_brandenburg_neu 12/04/2007,23:22 138.22 Kb

pdf CSD 2007 Programmflyer 11/04/2007,20:19 1.60 Mb

pdf Flyer_csd2007_email 12/04/2007,23:24 723.91 Kb

doc CSD Programm ausführlich 12/04/2007,23:30 53.00 Kb

pdf Presseerklärung Elisabeth Schroedter, Gruene MdEP 12/04/2007,23:32 29.17 Kb

 

Schlaglichter zum CSD-Brandenburg 2007

Am 13. April 2007 um 17.00 Uhr wurde der diesjährige CSD Brandenburg am Stadthaus Potsdam mit Hissung der Regenbogenflagge eröffnet. Grussworte sprachen vor etwa 50 Anwesenden Baubeigeordnete Elke - Kuick von Frenz, Carsten Bock (Verdi) und Potsdams Gleichstellungsbeauftragte Sabina Scheuerer. Anschließend veranstaltete der Beirat CSD Brandenburg eine Podiumsdiskussion zum Thema "Gleiche Rechte für Lesben und Schwule" mit Elisabeth Schroedter (B90/Grüne, MdEP), Monika Schulz (CDU, MdL), Harald Petzold (Linke/PDS) und Heinz Lanfermann (FDP, MdB), auf der es zum Teil heftige Kritik an der recht schleppenden Umsetzung des neuen Antidiskriminierungsgesetzes hagelte.

Der Autor Peter Hofmann (Berlinsolo, Das Feuer fremder Häuser) und der Musiker, Produzent und Komponist Andreas Schulte (Zerissen) präsentierten am 19. April im Canapé ihr Programm ZWEI SCHRITTE und begeisterten damit 20 interessiert lauschende Gäste. Ihr Konzert mit Texten - oder ihre Lesung mit Musik - berüherte mit emotional bis heiteren Texten und Liedern die Menschen, weckte Gefühle und eroberte Herzen.
Schulte hat seine im letzten Jahr erschienene CD „Zerrissen" hauptsächlich mit Hofmanns Texten bestritten. Die beiden sind künstlerische Partner und gute Freunde. Hofmanns lakonische Lyrics über Zweisamkeit und Einsamkeit sind die perfekte Ergänzung zu Schultes sprühendem Soul und der leidenschaftlichen Interpretation des Sängers. Mit dem Programm ZWEI SCHRITTE stellen Hofmann und Schulte ihre künstlerischen Welten gegenüber, ergänzen und kommentieren einander.

Sexualität ist eng verbunden mit gesellschaftlichen Wertevorstellungen und nicht nur „Privatsache“. Die Ansichten darüber, welche Art des sexuellen Verlangens „richtig“ oder „falsch“ ist, variieren nicht nur regional oder kulturell, sondern auch historisch. Queer Theory beschäftigt sich mit den Fragen, inwieweit Sexualität unsere Identität formt, ob es sich dabei um ein bloßes Konstrukt handelt und wie sich sexuell „anders“ empfindende Menschen in der Gesellschaft verorten bzw. verortet werden. In einer Vortragsperfomance stellte sich Thomas / Viola Rieske im Studentischen Kulturzentrum am Freitagabend diesem Thema und einer umfassenden Diskussion.
Rieske beendet momentan ein Psychologiestudium an der Freien Universität Berlin und hat in verschiedenen Kontexten zu "Queer Theory" gearbeitet.

Das Tulpenfest hat am Wochenende 21./22. April trotz zahlreicher anderer Veranstaltungen in Potsdam neue Besucherrekorde gefeiert. Der darin eingebettete Queensday gleichermaßen: Mit neu aufgelegtem Programm und einem Gastspiel der O-Ton-Piraten ging Potsdams größte Tunten-Trash-Show an beiden Tagen erstmals seit ihrem Bestehen pünktlich an den Start. Und blieb dafür länger: Ganze vier Stunden lang fesselten die zum Teil brustbehaarten Damen ihr Publikum vor der Showbühne am La LEANDER.

Zur N8Schicht am 21. April, die diesmal als After-Queensday-Party ins CSD-Programm eingebunden war, griff das Potsdamer Kabarett mal in die Spielkiste seiner Möglichkeiten: Im oberen Saal gab es Party und Livemusik, unten gemütliche Kneipe. Die Band Molly G. - sieben sympathische Ladys aus Berlin - schoben mit ihren Interpretationen von Hits wie "Natalie" die Party an. Antje S. forderte die Anwesenden dann mit Konservenmusik zum Tanzen heraus. Queensday-Königin Inge-Beatrix wurde auch gesichtet, allerdings in zivil.

Die Ärmste hatte ob ihres Terminkalenders nur eine sehr kurze Nacht. Denn schon um 10:00 Uhr morgens standen im Canapé die ersten Gäste des Rote-Schleifen-Frühstücks vor der Tür und begehrten bei ihrer Majestät Einlass und freundliche Bewirtung. Anlässlich des CSD-Brandenburg hatte die Aidshilfe Potsdam ihre angestammten Räumlichkeiten verlassen und veranstaltete ihre Frühstücksrunde vor Ort. Das Frühstück für HIV-Positive, Ratsuchende und Freunde gibt es sonst zweimal im Monat in der Kastanienallee.

2007 jährt sich die Befreiung des KZ Klinkerwerk in Oranienburg zum 62sten Mal. Vor 65 Jahren fand die erste SS-Mordaktion zur vernichtung Homosexueller statt. Dabei wurden insgesamt über 10.000 Männer in die KZ's getrieben und umgebracht. Die schwule Community gedachte am 23. April mit einer Kranzniederlegung den Häftlingen mit dem Rosa Winkel.

 

Der CSD-Brandenburg wird von zahlreichen lokalen und überregionalen Medien aufgegriffen. Viele dieser Artikel und Berichte finden sich im gaybrandenburg-Forum.

 

 

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