Mein Sohn Helen

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Foto: Hannes Harthuhn (gayBrandenburg.de)

[ORANIENBURG] Derzeit ist die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare `in aller Munde´. Bald wird sie auch in Deutschland Wirklichkeit sein. Aber auch die Lebenssituation von Trans* (Transsexuelle, Transgender, Transidenten) rückt zunehmend stärker ins Zentrum gesellschaftlicher Aufmerksamkeit. Der Bundestagsabgeordnete Harald Petzold lädt deshalb zu einer Diskussion zum Thema „Im falschen Körper?“ ein. Eine Woche nach dem CSD (Christopher-Street-Day) in Berlin und anlässlich des Aktionstages gegen Homo- und Transphobie in Oberhavel wird dabei der Fernsehfilm „Mein Sohn Helen“ gezeigt und in einer anschließenden Diskussionsrunde über Homo- und Transphobie gesprochen. „Gibt es aufgrund der sexuellen Orientierung Diskriminierung und Ausgrenzung auch in Oberhavel?“, fragt Petzold und möchte mit Interessierten, Betroffenen und den Gleichstellungsbeauftragten aus Städten und Gemeinden ins Gespräch kommen.

„Mein Sohn Helen“ erzählt die Geschichte des 17-jährigen Finn, der nach einem einjährigen Auslandsaufenthalt als junge Frau zurückkehrt. Vom Vater kaum wiedererkannt, erklärt Finn, dass er sich schon immer als Mädchen im Jungenkörper gefühlt hat. Gemeinsam begeben sich Vater und Tochter auf eine Reise, die sie gleichermaßen zueinander und zu sich selbst führt: ein komisches, liebevolles Ringen um Wahrheit und Selbstbestimmung.

19:00 Uhr, Bürgerbüro Harald Petzold, Bernauer Straße 71, Oranienburg

 

 


 

Ein Vater bringt seinen Sohn zum Flughafen und holt ihn ein Jahr später als Mädchen wieder ab. Aus Finn wird Helen – und alles was das mit sich bringt erzählt der neue ARD-Film „Mein Sohn Helen“. Am 4. März wurde der Film erstmals Pressevertretern vorgeführt.

-von Hannes Harthuhn-

Der Film von Gregor Schnitzler erzählt die Geschichte des Vaters Tobias (gespielt von Heino Ferch) und seines Kindes (Jannik Schümann). Nach einem einjährigen Aufenthalt in den USA kommt der 16-jährige Finn als Helen zurück und eröffnet seinem Vater, schon immer eine Frau im falschen Körper gewesen zu sein. Selbstbewusst startet Helen in ihr neues Leben. In ihrem Freundeskreis, in der Schule und der Familie erlebt sie Ablehnung, Erstaunen und vieles mehr. Der Fokus des Films liegt jedoch auf der Vater-Kind-Beziehung. Der authentisch von Heino Ferch verkörperte, leicht machohafte und doch herzliche Vater, wird durch die neue Situation ebenso hart geprüft.

Dabei verfällt der Film nie in eine bleierne Schwere, sondern sorgt mit einer erstaunlichen Leichtigkeit und klugem Witz für eine lockere Grundstimmung. Die intensive und dichte Geschichte wirkt nicht überfrachtet und lässt trotzdem nichts aus. Da sind die Formalitäten in der Schule, das erste Wiedersehen mit der Familie, Arztbesuche, die scheinbar banale Frage nach der richtigen Umkleidekabine, tägliche Schikanen und die Frage: Bin ich auf dem richtigen Weg? Nebenbei erfährt der Zuschauer, wie eine geschlechtsangleichende Operation tatsächlich durchgeführt wird, warum das Jugendamt in so einem Fall involviert ist und wie man als alleinstehender Mann in Rendezvous starten sollte. Der Film sorgt sich um Korrektheit und Authentizität, unter anderem bei der sprachlichen Definition des gesamten Themas, jedoch auch darüber hinaus.

Hauptdarsteller Jannik Schümann verriet, dass er sich auf die Rolle als Helen vorbereitet hatte, indem er Muskelmasse abgebaut, viel gelesen und einen Coach konsultiert hatte. „Die Verwandlung hat mir Spaß gemacht“, erzählte er. „Der Konflikt war der Hauptmotor für mich“, erklärte Heino Ferch seine Motivation am Film mitzuwirken. Das Drehbuch hätte ihn zum ersten Mal auf das Thema Transgender aufmerksam gemacht und er sei sofort interessiert gewesen.

Regisseur Gregor Schnitzler wollte mit dem Film ein „normales Extrem“ beschreiben. Eine Situation, die häufig in Familien vorkommt und trotzdem in ihrer Tragweite für die Beteiligten zunächst nicht fassbar ist. Das schafft der Film, der kein Drama ist, sondern eine tiefe und trotzdem unterhaltsame Geschichte über Transgender, Toleranz und das neue Zusammenwachsen eines Vaters und seiner Tochter.

Anlässlich des CSD Potsdam und der Ausstellungseröffnung "Max ist Marie - Mein Sohn ist meine Tochter ist mein Kind" der Fotografin Kathrin Stahl zeigen wir den Film im Anschluss an die Ausstellungseröffnung in einer Vorabpremiere. Der Film wird am 24. April 2015 um 20.15 Uhr in der ARD gezeigt.


du maedchen

 

Foto: ARD Degeto

Am 9. Oktober 2014 begannen in Berlin die Dreharbeiten zu der Tragikomödie „Du Mädchen“ (Arbeitstitel). Im Mittelpunkt steht der junge Finn Wilke (Jannik Schümann), der nach einem Auslandaufenthalt in San Francisco als Helen zurückkehrt. Jannik Schümann spielt diese Verwandlung in eindrucksvollen Szenen. Gedreht wurde noch bis zum 08. November in Berlin. Nun liegt der Film vor. Im Potsdamer Thalia-Kino findet am 06.03.2015 die Vorabpremiere des Films statt. Dazu laden die an der Produktion des Films Beteiligten herzlich ein. Gemeinsam mit dem  Potsdamer Projekt Transistor findet im Anschluss eine Diskussion statt. Das Transistor-Projekt ist eine Potsdamer Selbsthilfegruppe welches transidente Menschen, Angehörige und Freunde zu regelmäßigen Treffen einlädt.

Als Tobias Wilke (Heino Ferch) den 17-jährigen Finn (Jannik Schümann) nach dessen einjährigem Auslandsaufenthalt vom Flughafen abholen will, steht ihm statt seinem Sohn eine Tochter gegenüber... Finn, der jetzt Helen genannt werden will, erklärt, sich schon immer als Mädchen im Jungenkörper gefühlt zu haben. In der Zeit in San Francisco ist sein Entschluss endgültig gereift, sich fortan als Mädchen zu kleiden, um den gesetzlich vorgeschriebenen „Alltagstest“ bestehen und bei Eintritt der Volljährigkeit eine „geschlechtsangleichende“ Operation vornehmen lassen zu können. Nach dem ersten Schrecken sieht sich der aufgewühlte Vater mit einer Vielzahl von Fragen konfrontiert: Wie kann es sein, dass er nichts gemerkt hat? Hat seine vor zwei Jahren tödlich verunglückte Frau, deren Verlust Tobias noch nicht überwunden hat, etwas gewusst? Aber auch Helen muss  sich schmerzlichen Fragen stellen: Wird es ihr gelingen, bei ihrem Entschluss zu bleiben? Selbst auf die Gefahr hin, die Menschen, die ihr am meisten bedeuten, zu verlieren? Gemeinsam begeben sich Vater und Tochter auf eine Reise, die sie gleichermaßen zueinander und zu sich selbst führt: ein komisches, liebevolles Ringen um Wahrheit und Selbstbestimmung.


 


 

Vergangenes

In derT* Filmnacht am 06.03. um 19:00 Uhr | VERANSTALTUNG bei FACEBOOK

Thalia-Arthouse, Rudolf-Breitscheid-Straße 50, 14482 Potsdam | Das Kino im Netz | gayBrandenburg-Stadtplan Potsdam Kartenauskunft: 0331 743 70 70, Eintritt frei


In weiteren Rollen sind Winnie Böwe, Kyra Kahre, Zoe Moore und Beatrice Richter zu sehen. „Du Mädchen“ (Arbeitstitel) ist eine Produktion von Ninety Minute Film GmbH (Produzent: Ivo-Alexander Beck) im Auftrag von ARD Degeto (Redakteurin: Carolin Haasis) für Das Erste. Regie führt Gregor Schnitzler nach einem Drehbuch von Sarah Schnier.

Das Projekt wird vom LV Bündnis Faires Brandenburg unterstützt. Pressekontakt: Auf Anfrage ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. )

 

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