VIVA-Finde deine Stimme

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viva3gross

[Cottbus] Queer Cinema zum Welt-AIDS-Tag

Darker Than Midnight

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Eisenstein in Guanajuato

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Something Must Break

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something3Sebastian verliebt sich in Andreas. Und Andreas verliebt sich in Sebastian. Eine zärtliche, manchmal heftige Liebesgeschichte zwischen einem androgynen Jungen und einem anderen, der nicht schwul ist, beginnt. Zusammen rebellieren sie gegen die Langeweile der bürgerlichen Ikea-Welt. Sebastian besteht auf seinem Freiraum zwischen den Geschlechtern. Andreas will die Frau in Sebastian, die Ellie heißt und immer mehr Aufmerksamkeit verlangt. Etwas muss kaputt gehen – entweder die Beziehung von Andreas und Sebastian oder die Gesellschaft, die will, dass alle gleich sind.

Ester Martin Bergsmarks (SHE MALE SNAILS) erster Spielfilm entstand nach dem Roman "You Are the Roots that Sleep Beneath My Feet and Hold the Earth in Place" des Co-Autors Eli Levén. SOMETHING MUST BREAK wurde beim Internationalen Filmfestival Rotterdam mit dem Tiger Award ausgezeichnet, beim Internationeln Filmfestival Göteborg erhielt Bergsmark das Mai-Zetterling-Stipendium.

Mein Sohn Helen

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meinsohnhelen

Foto: Hannes Harthuhn (gayBrandenburg.de)

[ORANIENBURG] Derzeit ist die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare `in aller Munde´. Bald wird sie auch in Deutschland Wirklichkeit sein. Aber auch die Lebenssituation von Trans* (Transsexuelle, Transgender, Transidenten) rückt zunehmend stärker ins Zentrum gesellschaftlicher Aufmerksamkeit. Der Bundestagsabgeordnete Harald Petzold lädt deshalb zu einer Diskussion zum Thema „Im falschen Körper?“ ein. Eine Woche nach dem CSD (Christopher-Street-Day) in Berlin und anlässlich des Aktionstages gegen Homo- und Transphobie in Oberhavel wird dabei der Fernsehfilm „Mein Sohn Helen“ gezeigt und in einer anschließenden Diskussionsrunde über Homo- und Transphobie gesprochen. „Gibt es aufgrund der sexuellen Orientierung Diskriminierung und Ausgrenzung auch in Oberhavel?“, fragt Petzold und möchte mit Interessierten, Betroffenen und den Gleichstellungsbeauftragten aus Städten und Gemeinden ins Gespräch kommen.

Heute gehe ich allein nach Hause

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Heute gehst du nicht allein nach HauseLeo ist von Geburt an blind, aber eigentlich ein ganz normaler Teenager. Er will keine Sonderbehandlung, sondern geküsst werden. Seine beste Freundin Giovana würde ja gerne, aber daran denkt Leo gar nicht. Dann kommt Gabriel in seine Klasse. Er begleitet Leo nach Hause, bringt ihm das Tanzen bei und beschreibt ihm die Mondfinsternis. Und nach einer Party gehört auch Leo zu den Jungs, die schon mal geküsst wurden. "Heute gehe ich allein nach Hause" hat auf der Berlinale 2014 das Publikum im Sturm erobert. Selten wurde ein Coming-of-Age so warmherzig, einfach und klar erzählt. "Der Film tut so gut, als hätte man sich 94 Minuten Händchen haltend in die Sonne gesetzt", schrieb eine Kritikerin. Ein Film über das Verlieben, in den man sofort selbst schwer verliebt ist. Ausgezeichnet u.a. mit dem TEDDY Award.

Jongens

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jongens1Sommer in Nordholland. Der 15jährige Sieger läuft die 100 Meter unter 13 Sekunden. Sein neuer Teamkollege, mit dem er sich auf den Staffelwettkampf vorbereitet, ist der selbstbewusste Marc. Nach dem Training, bei der Abkühlung im See, kommt es völlig überraschend zum Kuss - und plötzlich ist Sieger zum ersten Mal verliebt. Seinem warmherzigen, aber völlig überforderten Vater kann er davon nichts erzählen, der hat mit Siegers älterem Bruder Eddy schon genug Probleme. Aber wie soll er sich jetzt auf den Wettkampf vorbereiten? Und auf das Leben? Mischa Kamps ursprünglich für das holländische Fernsehen konzipierte Liebesgeschichte wurde auf vielen internationalen Festivals gezeigt und ausgezeichnet, u.a. mit dem Sir-Peter-Ustinov-Jugendfilmpreis beim Kinderfilmfestival "Lucas" in Frankfurt.

Lilting

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lilting1Nachdem Kai bei einem Unfall ums Leben gekommen ist, besucht Richard, sein Lebenspartner, Kais Mutter Junn im Seniorenheim. Beide kennen sich kaum. Junn, die in China aufgewachsen ist, lebt seit 40 Jahren in England, hat aber nie die fremde Sprache gelernt. Richard ist für sie ein Fremder, der ihr ihren Sohn weggenommen hat. Dass Kai schwul war, hat er ihr nie erzählt. Behutsam, ohne gemeinsame Sprache und ohne gemeinsame Erinnerungen, nehmen die beiden mit Hilfe der Übersetzerin Vann Kontakt zu einander auf. Sie verstehen schließlich, dass man Liebe und Trauer teilen kann, ohne sie übersetzen zu müssen.

 

 

Sturmland

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sturmland

Szabolcs ist ein junges Talent und spielt in einer deutschen Fußballmannschaft. Hier hat er auch einen guten Freund kennengelernt: Bernard. Doch nach einem verpatzten Spiel und einem großen Krach mit Bernard entscheidet der junge Mann zurück in sein Heimatland Ungarn zu gehen.

Hier will er ein komplett neues Leben beginnen mit Landwirtschaft und Bienenzucht. Doch dann geschieht etwas, von dem Szabolcs nie gedacht hätte, dass es passiert: Er verliebt sich in einen jungen Mann, Aron. Von seinen eigenen Emotionen verwirrt und durch die reaktionäre Dorfgemeinschaft eingeschüchtert, weiß Szabolcs nicht, wie es weitergehen soll...

Der Kreis

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DerKreisIm Zürich des Jahres 1958 führt der etwas zurückhaltende Lehrer Ernst Ostertag ein gutes, aber ruhiges Leben. Doch dann trifft er auf den Künstler Röbi Rapp und verliebt sich unsterblich in jenen. Nun steht Ernst vor der schwersten Entscheidung seines Leben: Soll er zu seiner Homosexualität stehen und sich dadurch aber ins gesellschaftliche Abseits manövrieren? Er entscheidet sich dafür dem geheimen Schweizer Verband "Der Kreis" beizutreten und erlebt hier das erste Mal sexuelle Freiheit und Unabhängigkeit. Doch dann kommen die konservativen Kräfte der Organisation auf die Schliche und es beginnt eine regelrechte Hetzjagd auf die einzelnen Mitglieder...

Romeos ... anders als du denkst

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 romeos-derfilmROMEOS ... anders als du denkst

Gerade hat Lukas sein Coming Out in der Provinz hinter sich gebracht, da tritt er sein neues Leben in der Großstadt Köln an. Doch gleich bei Ankunft im Zivi-Wohnheim landet er als einziger Junge im Schwesterntrakt. Immerhin wohnt da seine beste Freundin Ine, die mittlerweile bestens in die schwullesbische Szene der Domstadt integriert ist.

 

Im Namen des...

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imnamendesPater Adam übernimmt eine kleine Gemeinde in der polnischen Provinz. Überaus engagiert baut er ein Gemeindezentrum für schwer erziehbare Jungs auf. Angezogen von der Vitalität und dem Charisma des Priesters suchen die Einwohner seine Nähe, ohne zu ahnen, welche Geheimnisse ihn umgeben. Durch die Begegnung mit einem exzentrischen jungen Mann, der im Ort als Außenseiter gilt, sieht sich Pater Adam mit seinen unterdrückten Sehnsüchten konfrontiert. Bald schon schöpfen die Dorfbewohner Verdacht und nehmen Kontakt zu Adams Kirchenvorgesetzten auf ...

In poetischen Bildern einer trügerischen sommerlichen Dorfidylle erzählt Malgorzata Szumowska das Gewissensdrama eines katholischen Priesters, der verzweifelt gegen seine Gefühle ankämpft. IM NAMEN DES ... lief im Wettbewerb der letztjährigen Berlinale und wurde dort mit dem Teddy für den besten Spielfilm ausgezeichnet.

 

Obenkino, Straße der Jugend 33, 03055 Cottbus

09.12. 18:30 Uhr und 21:00 Uhr

10.12. - 20:00 Uhr

My brother the Devil

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devil3Zwei arabische Brüder im tristen Londoner Stadtteil Hackney. Für den 14-jährigen Mo ist sein älterer Bruder Rashid ein Idol: Er ist Mitglied einer Gang, dealt mit Drogen, unterstützt die Familie und wird auf der Straße respektiert. Als eine rivalisierende Gang Rashids besten Freund ersticht, stellt dieser seinen Lebensweg infrage. Die zufällige Begegnung mit dem schwulen Fotografen Sayyid eröffnet ihm eine neue Welt mit vielen Möglichkeiten. Doch seinem Bruder Mo will das gar nicht gefallen - und als die Gang erfährt, dass Rashid schwul ist, will sie ihn definitiv fertigmachen…Authentisch, rasant und sehr atmosphärisch erzählt "My Brother the Devil" eine Coming-of-Age-Geschichte von der bedingungslosen Liebe zweier Brüder, über Identität und den Mut, seinen eigenen Weg in einer kompromisslosen Welt zu gehen.

Ich fühle mich Disco

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ichfueleTurmspringtrainer Hanno Herbst hat kein Verständnis für seinen Sohn - denn Florian ist dick, ein Tagräumer, hört Schlager und kann mit Mädchen nicht viel anfangen. Am glücklichsten ist er, wenn Hanno nicht da ist und er mit Mama im Disco-Outfit durch die Wohnung tanzen kann. Aber als eines schrecklichen Morgens plötzlich niemand mehr da ist, der die beiden Männer voreinander schützt, müssen Hanno und Florian lernen, allein miteinander auszukommen. Mit der Hilfe von Schlageridol Christian Steiffen und Sexualtherapeut Rosa von Praunheim entwickelt sich zwischen Sprungbecken und Tanzboden ein neues Vater-Sohn-Verhältnis mit Disco-Gefühl.

Die Zeugen

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Die ZeugenParis, im Sommer 1984. Der zwanzigjährige Manu (Johan Libéreau) kommt nach Paris auf der Suche nach einem Job und zieht zu seiner Schwester Julie (Julie Depardieu). Beim Cruising im Park lernt er den wohlhabenden älteren Arzt Adrien (Michel Blanc) kennen, der sich in ihn verliebt. Auf einer Bootstour mit Adrien macht Manu die Bekanntschaft des jungen Paares Sarah (Emanuelle Béart) und Mehdi (Sami Bouajila), die gerade ein Kind bekommen haben. Über alle sozialen und moralischen Grenzen hinweg beginnen Manu und Mehdi eine Affäre, die Auswirkungen auf die gesamte Gruppe der vom Zufall zusammengeführten Menschen haben wird. Sie alle werden Zeugen einer zeitgenössischen Plage, die die Überlebenden zu verletzten, aber reiferen Menschen machen wird ...

Tschick

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tschickMaiks Mutter ist in der Entzugsklinik, sein Vater mit der Sekretärin auf Liebesurlaub. Der Fünfzehnjährige stellt sich darauf ein, den Sommer allein am Pool der elterlichen Villa zu verbringen, als plötzlich der Russe aus seiner Klasse in einem geklauten Auto bei ihm auftaucht! Tschick ist nichtgerade ein Musterbeispiel an Integration, aber zumindest gibt er sich mit dem schüchternen Maik ab. Er will mit dem hellblauen Lada Niva in die Walachei fahren, Verwandte besuchen, und, klar, Maik kann schon mitkommen. Wo es langgeht? Irgendwie nach Osten eben. Und so beginnt eine Odyssee durch das sommerliche Ostdeutschland. Wenn Mark Twain heute Tom Sawyer und Huckleberry Finn geschrieben hätte, wäre daraus TSCHICK geworden.

Foto: Steffen Rasche

Out in Ost-Berlin

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outinostberlin1968 wird in der DDR der § 175, der die Homosexualität unter Strafe stellt, abgeschafft. Im real existierenden Sozialismus wird Homosexualität politisch zunächst als vernachlässigbares Thema behandelt. Die Kleinfamilie bildet den Mittelpunkt der gesellschaftlichen Sozialisation. Schwule und Lesben leben auch in der DDR verborgen und wagen sich, wie im Westen auch, nur vereinzelt an die Öffentlichkeit. Vor dem Mauerbau knüpfen die Ost-Berliner noch gefährlich erscheinende Kontakte zu den West-Berlinern. Danach wird es stiller im schwulen Osten.

Wer braucht schon eine Mutter

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werbrauchtschoneinemutterSofie und Daan sind Zwillinge, aber mehr auch nicht. Ihr Leben ist zu verschieden, um gut miteinander auszukommen. Sofie ist Single und lebt nur für ihre Arbeit. Sie ist Redakteurin bei einer Zeitschrift und geht ziemlich streng mit sich um. Daan ist mit Joost verheiratet. Sie vermeidet Konflikte, versucht gute Laune zu verbreiten und nimmt sich selbst zurück. Joost möchte Kinder, aber das scheint nicht zu klappen. Als sie einen Anruf aus den USA bekommen, wird das Leben der beiden Schwestern grundlegend auf den Kopf gestellt. Ihre leibliche Mutter liegt in Amerika mit einem komplizierten Knochenbruch im Krankenhaus. Sofie und Daan haben sie nie getroffen, weil sie nur ihre Leihmutter war. Ihre Väter, Harm und Marcel, wollten Kinder, und Jackie war damals ihre Lösung. Daan, die gern Phantasien über ihre biologische Mutter anstellt, möchte sofort hinfahren, Sofie lehnt es ab, sie hat genug mit ihrem Magazin zu tun und kein Interesse an ihrer ’Eizellenlieferantin’, wie sie sie nennt. Daan gelingt es jedoch, sie zu überreden, und so beginnt eine unerwartete Reise. Jackie ist alles andere als die Mutter, die die beiden Schwestern erwartet haben.

Der Fremde am See

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der fremdeamseeHochsommer in Frankreich. Sonne, Wind, das Rauschen der Bäume, ein idyllisch abgelegener türkisgrüner See mit angrenzendem Waldstück. Der gutaussehende Franck kommt fast täglich an den beliebten Cruising Spot. Die Tage, Nachmittage und Abende vergehen zwischen Schwimmen, Gesprächen, gepflegter Langeweile und Sex. Sommer eben.

 

 

 

Albert Nobbs

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albertnobbsIrland im 19. Jahrhundert: Das Morrisons Hotel ist eine der exklusivsten Adressen in Dublin. Hier arbeitet der Butler Albert Nobbs (Glenn Close). Jeder schätzt den stillen Kollegen, der seine Arbeit perfekt erledigt und auch bei den Gästen gern gesehen ist. Keiner ahnt, dass Albert in Wahrheit eine Frau ist, die sich als Mann verkleidet.
Dieses Rollenspiel ist für Albert die einzige Chance, in einer Gesellschaft Anerkennung und gute Arbeit zu finden, deren starre Sitten alleinstehenden Frauen ein freies Leben verbieten.

Liberace

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LiberaceZu viel des Guten ist wundervoll!

Was heute Elton John und Lady Gaga sind, war in den 70er Jahren Liberace (Michael Douglas) in einer Person. Als virtuoser Pianist, Entertainer in Las Vegas und Superstar der pompösen Shows lag ihm weltweit ein Millionenpublikum zu Füßen. Auf der Bühne und im Privaten erhob er Luxus und Glamour zu seinem Lebensstil. Lange Pelzmäntel, glitzernde Kostüme, goldene Kerzenständer und massenhaft teurer Schmuck waren seine Markenzeichen. Mehrere Rolls-Royce zählten zu seinem Fuhrpark, alleine 39 Flügel schmückten seine private Villa. Alles gab es im Überfluss – und er selber sagte einmal: „Too much of a good thing is wonderful“.

 

 

 

Out in the Dark

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outinthedarkDer Nachtclub in Tel Aviv, in dem sich der palästinensische Student Nimr und der junge Anwalt Roy das erste Mal begegnen, ist eine Welt für sich. Und so normal ihr Flirt hier wirkt, umso mehr gefährliche Hindernisse hält der ganz normale Alltag für Nimr parat. Seine Familie würde ihn im besten Fall verstoßen, wenn sie erfahren würde, dass er schwul ist und Israel würde ihn niemals als Flüchtling anerkennen. Liebe allerdings lässt sich davon nicht abhalten und so stellen sich Roy und Nimr gemeinsam dieser ausweglosen Situation, in der sich nicht zuletzt der israelisch-palästinensische Konflikt widerspiegelt. „Out in the Dark“ erzählt von einer Liebe, die sich aus der Dunkelheit zu lösen versucht – ein bewegender, hochdramatischer Liebesthriller.

I Want your Love

iwantlove3I want your Love

Bevor Jesse sein San Franciscoer Hipsterleben aufgibt, lädt er seine Freunde und Ex-Partner zu einer rauschenden Abschiedsparty ein. Viele haben Sex, wir haben Spass, nur Jesse erscheint nicht. Travis Mathews erzählt 48 Stunden bittersüsses Abschiednehmen.

Travis Mathew, USA 2012, 98 min., engl. OV mit deutschen UT, mit Jesse Metzger, Brenden Gregory, Keith McDonald

Jenseits der Mauern

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mauernaAls sich Kellner Ilir den betrunkenen Kneipengast Paulo ins Bett legt, weiß er noch nicht, wen er sich da in sein Leben geholt hat. Schon wenig später gibt der anhängliche Paulo Freundin und früheres Leben auf und steht bei Ilir auf der Matte. Eine Romanze beginnt, zärtlich, leidenschaftlich und verspielt. Aber an dem Tag, an dem sie beschließen, für immer zusammen zu bleiben, verlässt Ilir die Stadt und kehrt nicht mehr zurück.

Transpapa

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transpapaMaren ist nicht so hübsch, nicht so selbstbewusst und vor allem nicht so fröhlich wie ihre beste Freundin Zora. In ihrer zusammengestückelten Familie ist sie außen vor und ihre kleine Halbschwester wird von allen mehr geliebt als sie. Es wird Zeit auszuziehen, aber dafür sehnt sich Maren noch viel zu sehr nach Geborgenheit und einer ganz normalen Familie. Maren geht davon aus, dass ihr Künstler-Vater und Frauenheld, von dem sich ihre Mutter schon vor Jahren getrennt hat, mal wieder in Nepal unterwegs ist, um sich selbst zu finden. Doch die Wahrheit ist: Er hat sich längst gefunden und ihr nur noch nichts davon gesagt, dass er jetzt als Frau lebt. Ihre Mutter hatte sie jahrelang mit dieser Information verschont. Maren fühlt sich belogen und betrogen und vor allem verlassen.Angetrieben von der Sehnsucht nach ihrem Vater und in der Hoffnung, dass sich dieser nur äußerlich verändert hat, macht sich Maren auf den Weg zu ihm nach Köln. Dort hatte sie ihn schon oft besucht, doch diesmal ist alles anders: Die Weiblichkeit ihres Vaters ist erschlagend und sie muss mit Entsetzen feststellen, dass Sophia jetzt das genaue Gegenteil von dem Menschen ist, den Maren glaubte hier zu finden.Das piefige Haus, in dem Sophia lebt und arbeitet, hat diese für ihre Tochter liebevoll hergerichtet.Und hier bekommt Maren tatsächlich die Aufmerksamkeit und Liebe, die sie zu Hause schon lange nicht mehr kriegt.

Westerland

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westerlandkleinSylt im Winter. Cem, Auszubildender beim Ordnungsamt, und Jesús, ein Streuner mit erfundenen Geschichten, sind auf der Suche nach dem richtigen Platz im Leben. Sie lernen sich kennen und entscheiden sich für einander. Doch je mehr sie sich bedeuten, desto verständnisloser reagiert der Rest der Welt. Für ihre Freundschaft stellen Cem und Jesús sich vier Regeln auf: Du sollst nicht kiffen. Du sollst nicht kotzen. Du sollst nicht lügen. Du sollst nicht sterben. Nicht alle können eingehalten werden.

Freier Fall

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freierfallMarc, werdender Vater, ist bei der Bereitschaftspolizei. Marc wird in seinen Grundfesten erschüttert, als er sich auf einer Fortbildung in den Polizeikollegen Kay verliebt. Hin- und hergerissen zwischen der Liebe zu seiner schwangeren Freundin Bettina und dem Rausch der neuen Erfahrung, gerät sein Leben zusehends außer Kontrolle. Seiner Familie wird er immer fremder, doch mit Kay abzuhauen, kommt für ihn auch nicht in Frage. Im freien Fall kann Marc es niemandem mehr recht machen. Am wenigsten sich selbst. Prominent besetzte Dreiecksgeschichte.

Zwei Lieben

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zweiliebenLesung mit Rainer Vollath

Der 28-jährige Fritz wird im Berliner Tiergarten von der Gestapo ertappt, verhaftet und ins KZ gebracht. Sieben Jahre verbringt er in Sachsenhausen und Flossenbürg. Was ihm beim Überleben hilft, ist seine Liebe zu dem jungen Häftling Jan aus Warschau. Bei Kriegsende trennen sich jedoch ihre Wege. Aus Angst vor Repressalien führt Fritz nach dem Krieg in Berlin ein Doppelleben. Doch dann wird 1969 der Paragraph 175 entschärft, ein frischer Wind weht in der Metropole. Fritz versucht, eine Entschädigung für die im KZ erlittenen Qualen zu bekommen. Der Autor erzählt in sich zeitlich abwechselnden Kapiteln den Überlebenskampf im KZ und das Aufkeimen der Schwulenbewegung in der Berliner Nachkriegszeit. In klarer Sprache zeichnet er das Leben eines Mannes nach, der es trotz seiner Ängste schafft, ein Selbstbewusstsein als schwuler Mann zu entwickeln und sich seinen Platz in der Gesellschaft zu erkämpfen. Die Schwusos Brandenburg laden zu einer Lesung mit dem Autor ein.

Yossi

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YossiYossi Hoffman ist ein angesehener und engagierter Kardiologe, der durch seinen unerbittlichen Einsatz für seine Arbeit versucht, einem tragischen Ereignis in seiner Vergangenheit zu entfliehen. Seit dem Tod seines Geliebten Jagger (YOSSI & JAGGER) lebt er allein und zurückgezogen. Als der Chefarzt ihm nahelegt, eine Auszeit zu nehmen, reist Yossi in die südliche Stadt Eilat. Umgeben von Meer und Sanddünen trifft er eine Gruppe junger israelischer Offiziere. Einer von ihnen ist Tom, ein gutaussehender, selbstsicherer und lebenslustiger Mann, der seine Homosexualität offen lebt. Die Begegnung mit Tom ermöglicht Yossi aus seiner selbstgewählten Isolation auszubrechen und in eine neue Welt einzutauchen - eine Welt, die ganz anders ist, als alles, was Yossi bis jetzt geprägt hat.

Parada

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Parada

Der ehemalige Kriminelle Limun besitzt eine Sicherheitsfirma, ist Kriegsveteran und dazu höchst homophob. Seine Verlobte Pearl steckt mitten in Hochzeitsvorbereitungen. Ihr Hochzeitsplaner ist der schwule Mirko. Frustriert von Limuns schwulenfeindlichen Beschimpfungen, will Mirko den Job schon schmeißen, als Pearl ihrem Verlobten ein Ultimatum stellt. Nicht nur besteht sie darauf, dass Mirko bleibt, das Jawort spricht sie nur dann, wenn Limuns Firma die von Mirko und seinem Freund organisierte Gay-Pride-Parade beschützt, die massiven Anfeindungen ausgesetzt ist. Das Alpha-Tier muss schließlich gemeinsam mit dem schwulen Pärchen für die Rechte von Homosexuellen kämpfen. Ohne Unterstützung der Polizei. Auf der Suche nach Sympathisanten reisen sie gemeinsam durch ein zerrissenes Land und engagieren dubiose Mitstreiter für eine gerechte Sache. Die alten Feinde - Serben, bosnische Muslime, Kosovo-Albaner und kroatische Kriegsveteranen - bilden zusammen eine utopische Truppe der besonderen Art, die es mit bunten Luftballons und Regenbogenfahnen gegen fiese Nationalisten und Neo-Nazis aufnimmt.

Klänge des Verschweigens

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KlaengedesverschweigensEin detektivischer Musikfilm von Klaus Stanjek
Das „schwarze Schaf“ unserer Familie war mein Onkel – ein fröhlicher Unterhaltungsmusiker, der über fünf Jahrzehnte lang in ganz Deutschland auftrat.
Mein „Geheimnisonkel“. Erst als ich 40 war, erfuhr ich fast zufällig, dass er schwul war und wegen seiner sexuellen Orientierung 8 Jahre in KZ’s verbracht hatte (Dachau und Mauthausen). Aber wieso hatte er überlebt? Und warum war mir das so lange verheimlicht worden?
Da musste noch mehr dahinter stecken…

Durch das Aufblättern eines Familiengeheimnisses begibt sich der Dokumentarfilm in die jüngere deutsche Vergangenheit und nähert sich tabubelasteten Zeiten wie weißen Flecken einer historischen Landkarte. Mein humorvoller Onkel lebte als Unterhaltungsmusiker in meiner Familie, wenn er nicht zu Gastspielen deutschlandweit unterwegs war. Erst mit 40 Jahren drang zu mir durch, dass er 8 Jahre in Nazi-KZ’s verbrachte (Dachau und Mauthausen) und dass er schwul bzw. bisexuell war, was er zeitlebens verheimlichen musste. Im Zuge meiner langwierigen Recherchen entdeckte ich, dass meine Mutter als 19-Jährige zwar vom KZ-Aufenthalt ihres Bruders wusste, aber sich dennoch für ihre Karriere beim BDM entschied, dass auch in so brutalen Konzentrationslagern wie Mauthausen turbulente Feste möglich waren – unter Beteiligung meines Onkels, und dass meine Heimatstadt Wuppertal, die sich so liberal und engagiert gab, einmal eine NSDAP-Hochburg war.

Herzensbrecher - LES AMOURS IMAGINAIRES

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Xavier Dolan - Herzensbrecher - LES AMOURS IMAGINAIRES
Laut Kinsey gibt es verschiedene Formen von Sexualität: Einerseits ausschließlich heterosexuell, andererseits ausschließlich homosexuell. Dazwischen tummeln sich diverse Abstufungen, die die Partnersuche zusätzlich kompliziert, zumindest aber verwirrend gestalten. Dabei ist die Partnersuche sowieso schon alles Andere als ein Vergnügen. Wir plustern uns auf, greifen zu den besten Klamotten. Versuchen die unschönen Stellen unserer Persönlichkeit zu vertuschen, wie der Obsthändler die Druckstellen seiner Äpfel. Wir observieren das Objekt unserer Begierde, holen Erkundigungen ein, prüfen seine Freunde. Am Ende verfügen wir über ein Persönlichkeitsprofil unserer Zielperson, von dem selbst Facebook träumen würde. Das „Liebesspiel“, dieser altmodische Begriff sei erlaubt, ist eigentlich nur was für Sadisten.

Stadt Land Fluss

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 Benjamin Cantu - STADT LAND FLUSS

130 Kilometer trennen beide Ortschaften voneinander: Golzow im Oderbruch. Und Jänickendorf im Nuthe-Urtstromtal. Beide Orte scheinen auf den ersten Blick ziemlich unspektakulär zu sein, sieht man von dem Phänomen ab das deren Einwohner allmählich aussterben. Es sind Ortschaften, wie man sie überall in Brandenburg finden kann; bunt verstreute Ansammlungen von kleinen Wohnhäusern und ein Ortskern entlang einer asphaltierten Landstraße. Größter Arbeitgeber ist der örtliche Landwirtschaftsbetrieb, der die Ackerflächen der Umgebung bestellt. Der spröde Charme der verblichenen LPG geht von diesen Betrieben aus. Grau verputzte Häuser, große Betonplatten anstatt Straßen, Hallen in Leichtbauweise, deren Bewohner wahlweise Schweine, Rinder oder Berge von Rüben sind; ein funktionaler Mikrokosmos mit Ausblick auf den Acker.

MISCELLANEA I-VII

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ticonderoga_ausschnitt_copyright_PYM-Film
MISCELLANEA VII - An Bord der USS Ticonderoga | (c) Bild: Filmgalerie 451
Heinz Emigholz - MISCELLANEA I-VII

„Es gibt ja Leute, die behaupten, die Geschichte des Kinos ist länger als die Geschichte der Menschen.“ – formuliert der Journalist Stefan Grisseman in einem Interview mit dem Filmemacher Heinz Emigholz. Dieses Interview hat mit der DVD „MISCELLANEA I-VII“ erst mal nichts zu tun. Aber das Interview findet sich auf der Homepage von Heinz Emigholz’ Produktionsfirma „PYM“. Emigholz produziert seine Filme stets selbst, die „PYM“ ist so über die Jahrzehnte (Emigholz’ Filmografie reicht bis ins Jahr 1972) zu einem Logo geworden für etwas, das im heutigen Kino einzigartig zu sein scheint: die Wahrnehmung von Orten, Räumen und Objekten, sowie ihrer Umgebung und ihrer Details als Kern filmischen Erzählens.

I killed my Mother

I-Killed-My-Mother-1_c_Bild_Kool_Filmdistribution

Persönlichkeitsanarchie
 
Ein junger Typ nimmt seine kleine Kamera mit ins Badezimmer, schließt die Tür ab, bringt die Kamera in Position, startet die Aufnahme, setzt sich davor und beginnt zu sprechen: „Ich habe meine Mutter getötet“, sagt er und beginnt über das Verhältnis zu seiner Mutter zu relfektieren. Dieser Kerl ist viel zu schön für das dröge Badezimmer um ihn herum. Überhaupt scheint diese Wohnung, in der er lebt, grässlich eingerichtet zu sein. Plüschig im anstößigen Sinne, peinlich auf schmerzhafte Weise; Leopardenmuster auf dem Lampenschirm. Er passt hier schon rein optisch nicht hinein.
 

Howl

sehnsuchtsmaschine

Allen Ginsberg, Poet & Literaturwissenschaftler, intellektueller Wegbereiter der Beat-Generation. 1955 las er erstmals eines seiner Werke, sein erstes fertiges Werk, in einem kleinen Club in San Francisco. Damals war er bereits knapp 30.„Howl“ hieß die kleine Prosa, eine Sammlung von A4-Seiten; dicht getippt auf Schreibmaschine. Was er in „Howl“ verarbeitete war eine Vielzahl von Einflüssen und Erlebnissen in einem engstirnigen, konsumfixierten Amerika:Der Tod seiner Mutter in einer Nervenheilanstalt. Das Schicksal eines verehrten schwulen Literaten – der ebenfalls in der Psychiatrie fest saß. Die enttäuschte Liebe zu einem Mann, der sich nicht zu ihm bekennen wollte. Eine Gesellschaft, die sich selbst hinter einer gutbürgerlichen Fassade aus Konsum verkroch und Freiheit und Offenheit ablehnend gegenüberstand. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Homosexualität, mit dem Sex, seinen Abgründen, Verführungen, Verheißungen. 

Taxi zum Klo

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Manuel Schubert über TAXI ZUM KLO

„Es ist ein Film über die Möglichkeit einer Liebe, der zufällig im Schwulen-Millieu spielt.“ – so versuchte der Regisseur dieses Films sein Werk in einem Satz zusammen zufassen. Frank Ripploh hieß der Regisseur, TAXI ZUM KLO heißt sein Film. Und dieser Film wurde nun erneut in die Kinos gebracht. 1980 gedreht, war der komplett ohne Förderung produzierte Streifen ein überraschender Publikums- und Kritikererfolg, und erreichte selbst in den USA über 200.000 Zuschauer. Zudem erhielt er 1981 den renommierten Max-Ophüls-Preis und sorgte außerdem für einige Kontroversen. Die Kontroversen leiteten sich nicht nur aus der wunderbaren und wohl dosiert bissigen Schilderung eines schwulen Alltagslebens in Berlin ab, was Anfang der 80er in der Bundesrepublik immer noch höchst problematisch war. Sondern auch aus der expliziten Darstellung von schwulem Sex. So etwas hatte es im deutschen Film bis dahin noch nicht gegeben. Schon gar nicht dergestalt, dass er als etwas zutiefst sinnliches und hingebungsvolles dargestellt wurde.

House of Boys

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Manuel Schubert über HOUSE Of BOYS


Ein Junge rennt durch ein sonnendurchflutetes Maisfeld, die Krankamera verfolgt ihn dabei von oben – Schnitt. Wir sehen einem auffallend schönen jungen Blondschopf dabei zu, wie er mit einem anderen Kerl rum macht, was dann später in einen handfesten Quickie mündet. Sex, als ob es kein Morgen geben würde. HOUSE OF BOYS, das Erstlingswerk des Regisseurs Jean-Claude Schlim strahlt in den ersten Minuten eine vielversprechende Vitalität aus. Hier macht einer Film, nicht ungekonnt extravagant, dafür handwerklich solide. Kino das einfach nur ok zu sein scheint, das seine Geschichte erzählen möchte. Dies klingt unbedeutender als es ist. Denn in Zeiten filmischer Inflation ist es schon bemerkenswert, wenn ein Kinofilm einfach nur dadurch auffällt, dass er solide, aber überzeugend inszeniert wurde. Allerdings reden wir hier auch nur über die ersten Minuten. 

 

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