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Im Iran steht Homosexualität unter Todesstrafe. Schätzungen zufolge sind seit der "Islamischen Revolution" 1979 mehrere tausend Männer wegen ihrer sexuellen Orientierung hingerichtet worden. Die meisten dieser Fälle sind jedoch nicht öffentlich und die Menschenrechtsverstöße sind enorm. Die Berichterstattung zeigt immer wieder aktuelle Fälle von Hinrichtungen wegen Homosexualität auf.

Im iranischen Strafgesetz befassen sich die Artikel 63 bis 164 mit der sogenannten "Zina". Dies sind Vergehen unerlaubten Geschlechtsverkehrs, also Ehebruch oder Verkehr zwischen Gleichgeschlechtlichen, die mit "hadd-Strafen"("Rechtsansprüche Gottes") geahndet werden. Diese Strafen gehen von Peitschenhieben, über Steinigungen bis hin zur Todesstrafe durch Erhängen. Dabei werden schon Dinge wie Küsse in der Öffentlichkeit und positive Äußerungen zum Thema Homosexualität mit bis zu 100 Peitschenhieben bestraft.

Nordsyrien vor ein paar Monaten. Der junge Kämpfer hat Augen wie Samt und einen für Rebellen eher ungewöhnlichen Geschmack. Er trägt Tanktop, Lederarmbänder, Baseballmütze, Jeans mit Union- Jack-Sticker. Und Handschellen. Handschellen? "Er ist schwul", sagt Mahmud H.(Name geändert): "Schwule lieben Accessoires." Mahmud, Journalist, 37, ist selbst schwul. Und er ist Syrer. Er weiß, dass Sätze wie dieser lebensgefährlich sind. Für ihn wie für den anderen. Deshalb hat er ein Schwulen-Magazin im Internet herausgegeben. Das erste in Syrien, vielleicht im ganzen Nahen Osten. "Mawaleh". Nüsse. https://mawaleh.net/

Wie zu Sowjetzeiten, so ist auch heute das Thema sexuelle Orientierung in der armenischen Gesellschaft ein Tabu. Wer von den traditionellen Vorstellungen abweicht, muss zwar offiziell nicht mit Gefängnis, aber mit gesellschaftlicher Ächtung und mit Gewalt rechnen.

So zum Beispiel die unter dem Namen Tsomak bekannte Künstlerin musste im Sommer 2013 aus Armenien fliehen, weil sie sich ihres Lebens und Gesundheit nicht mehr sicher sein konnte. Ihr Club "Do it yourself"(DIY) im Stadtzentrum Jerewans war ein Treffpunkt der kleinen LSBTIQ*-Szene der Stadt. Am Morgen des 8. Mai 2012 warfen drei Jugendliche Brandsätze in den Pub.