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Über uns und das Projekt "Sexways"

Wer über Sex Bescheid weiß, hat mehr Spaß. Früher haben die Menschen das Kamasutra gelesen, heute informieren sie sich auf einschlägigen Internetseiten. Das Netz weiß alles, alles scheint möglich. Vor dem ersten Mal dreht sich die Neugier um Stellungen, Länge und Technik. Nach dem ersten Mal geht es auch um andere Fragen. Hatte ich ein Risiko? Habe ich mich angesteckt?

Wenn es um Sex geht, informieren sich Jugendliche und junge Erwachsene in der Regel über soziale Netzwerke, die sie über Smartphones ganztägig und jederzeit abrufen können. Ob Dating-Portale, Videos oder Online-Wissensspeicher, alles hält das Netz bereit und hat vermeintlich auch eine Antwort. Eine Unsicherheit bleibt, sind die Information wirklich richtig?

Mit dem Projekt "Sexways - Teste Dein Wissen" wollen die Jugendlichen des Ehrenamts- und Ausbildungsprojektes "Queer Factory" [Katte e. V.] andere Jugendliche herausfordern. Getestet wird der aktuelle Wissensstand um HIV/AIDS und andere sexuell übertragbaren Krankheiten, wie Chlamydien und Syphilis. Dieses Safer-Sex-Projekt ist zeitgleich eine Ausstellung, ein Internetprojekt und ein Workshop. Dem Projektteam war es wichtig eine moderne und jugendgerechte Sprache in Bild und Text zu finden.

Das Safer-Sex-Projekt wurde begleitet durch den Katte-Verein, der mit seinen HIV-Beratungsstellen in Potsdam und Cottbus langjährige Erfahrungen durch Beratungsgespräche mit Ratsuchenden gesammelt hat. Herausgekommen sind 20 Fragen rund um das Thema HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten.

Ein besonderer Dank an das Team: Charlie und Ben für die wochenlange und nervenaufreibende Administration des Online-Wissenstest auf www.LOVE-SEX-SAFE.de, Charline für die Beantragung von Fördermitteln, Darius für das Layout der Ausstellung und der Printmedien, Annika, Sina und Stefan für die Fortführung des Projektes, Carsten und Jirka für die Beantwortung aller Fragen rund um das Thema Safer Sex, und Joshua für die tollen Grafiken....


SEXWAYS-Ausstellung

SEXWAYS-Materialien

SEXWAYS-Seminare

SEXWAYS-Online-Wissenstest

Das Projekt SEXWAYS - Über Safer Sex Bescheid wissen wurde im Jahr 2016 gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie mit Lottomitteln aus der Lottokonzessionsabgabe. Der Verein Katte e.V. dankt den Spenderinnen und Spendern, die den Lottomittelantrag ermöglicht haben.


Träger
RAT& TAT Potsdam
c/o Katte e.V.
Jägeralle 29, 1467 Potsdam

0331 237 009 70
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

lgbticonferencebrandenburgBecouse love still has no borders

Nachdem dem Ende des summer of migration und der Schließung der europäischen Außengrenzen ist ist die Zahl der ankommenden, schutzsuchenden Menschen in Europa zurückgegangen. Die Ursachen hierfür sind nicht etwa, die Lösung der Probleme, die die Menschen dazu treibt alles aufzugeben und zu fliehen, sondern die Verschärfung der Gesetze, die Kontrolle der europäischen Außengrenzen und das Abkommen mit der Türkei.

Flüchtende Menschen werden gezwungen an Europas Außengrenzen in Lagern zu verelenden oder versuchen auf immer gefährlicheren Routen nach Europa zu gelangen und viele sterben dabei. Wenn sie es doch nach Deutschland schaffen werden alle Register gezogen um ihren Antrag abzulehnen und ihnen das Leben wie die Integration zu erschweren: Dublin-III-Abkommen, der Definition von angeblich sichere Drittstaaten und Herkunftsländern, die Erschwerung des Familiennachzugs, kaum Zugang und Benachteiligung auf dem Arbeitsmarkt, Diskriminierung durch die Behörden.

LGBTIQ*s erwarten noch weitere Schwierigkeiten, so zum Beispiel wenn verlangt wird, dass sie ihre sexuelle Ausrichtung beweisen, ihre Beziehungen und Lebenspartnerschaften nicht anerkannt werden, Sozialarbeiter_innen nicht genügend sensibilisiert sind und den Betroffenen raten ihre Sexualität in den Massenunterkünften zu verbergen um Ärger mit anderen Bewohner_innen vorzubeugen. Teilweise sind Sozialarbeiter_innen und das BAMF kaum oder gar nicht sensibilisiert und können oder wollen bei (sexualisierter) Gewalt, egal ob verbal, psychisch oder körperlich, nicht eingreifen.

Während LGBTIQ* in vielen Staaten nicht nur gesellschaftlicher Ausgrenzung, sondern auch struktureller Diskriminierung und staatlicher Repression ausgesetzt sind, die oft mit Haft, Folter und/oder Mord, mindestens aber mit dem Verbot eines Auslebens der eigenen Sexualität einher geht, sieht sich Deutschland gern in der Rolle des Moralapostels. Doch auch hier gibt es die Ausgrenzung von Lebensentwürfen jenseits der Heteronormativität, sei es die Anerkennung einer Ehe, die Frage ob LGBTIQ*-Paare Kinder haben sollten oder überhaupt dürfen oder die simple Erwähnung nicht-heteronormativer Sexualentwürfe im Rahmen des Sexualkundeunterrichts.

Öffentlichkeitsarbeit für Brandenburger LSBT-Gruppen und Vereine

Ihr betreibt ein queeres, schwules, lesbisches, trans* -Projekt im Bundesland Brandenburg? Wenn ja, kann euch Katte e.V. in eurer Öffentlichkeitsarbeit mit einem ganzen Bündel von Maßnahmen unterstützen. Wer also Interesse hat, wendet sich einfach an das Rat & Tat - Zentrum Potsdam. Im Folgenden findet ihr mögliche Maßnahmen für eure Öffentlichkeitsarbeit. Diese haben wir in Schritten festgehalten, die wir mit euch gemeinsam gehen wollen. Das Tempo der Umsetzung hängt zum Einen von euch und euren Ressourcen ab und zum anderen davon, welche finaziellen Mittel wir als Verein aktuell zur Verfügung haben. Ziel ist es die Einbindung eures Projektes bei gayBrandenburg innerhalb von sechs Monaten zu realisieren.

FactoryDie LSBTIQ*-Strukturen haben in den letzten Jahren verschiedene Formen der Vor-Ort-Arbeit zur Antidiskriminierung und Szenearbeit entwickelt. Diese Arbeit bildet die Grundlage, um für Vielfalt der Lebensweisen und deren unterschiedlichen Lebensentwürfen eine wertschätzende Reflektion in der Öffentlichkeit zu erreichen. Die Projektarbeit umfasst die Organisation von Treff- und Freizeitmöglichkeiten im kleinstädtischen Raum bis hin zu Aufklärungsaktionen zu lesbischen und schwulen Lebensweisen. Diese Aktivitäten will der Verein Katte e. V. unkompliziert unterstützen.

Das Projekt Queer Factory - Arbeit für Vielfalt und Prävention hat das Ziel, einzelne LSBTIQ* - Projekte personell zu unterstützen. Hierzu wurde über das Portal gayBrandenburg.de eine Jobbörse eingerichtet. An diese Börse können alle Interessierten Gruppen und Vereine nach ehrenamtlichen Mitstreiter*innen suchen.

Öffentlichkeitsarbeit

  • Virales Marketing in sozialen Netzwerken (Facebook, gayRomeo.com, gayBrandenburg.de-Newsletter)
  • Zusammenstellung von Einladungslisten zu Ausstellungseröffnungen
  • Redaktionelle Beiträge (Du kannst alles sein, gayBrandenburg.de Veranstaltungstexte)
  • Postversand
  • Gemeinsamer Auftritt bei Infoständen landesweit

Umsetzung Projektarbeit

  • Erstellung Projektbeschreibungen
  • Erstellung Grafiken
  • Recherchearbeiten
  • Allgemeine Arbeiten (bspw. Packen von Safer-Sex-Tüten u.ä.)
  • Einladung der LSBT-Strukturen zur Teilhabe an den einzelnen Projekten

Organisatorische Umsetzung

  • Suche und anschließendes Management (Grußworterstellung, Terminfindung etc.) mit Kooperateuren
  • Beantragung/Abrechnung/Verwendungsnachweis von Anträgen. Insbesondere Anträge auf Zuwendung aus der Lottokonzessionsabgabe, Anträge aus städtischen Haushalten, Sponsorenbearbeitung etc.
  • Gremienarbeit

Inhaltliche Aufgaben

  • Betreuung des Informationsportals www.gayBrandenburg.de
  • Betreuung des Safer Sex – Portals www.LOVE-SEX-SAFE.de
  • Organisation des Projekts A-Jugend
  • Organisation des CSD Potsdam

Das Queer Factory – Projekt hat sich kontinuierlich zu einem Partner für Menschen entwickelt, die sich in einer Phase der Lebensorientierung befinden. Hilfe suchen homosexuelle Jugendliche, die durch Konflikte im Elternhaus und im persönlichen Umfeld keinen notwendigen Halt mehr finden, schwule Jungs und Männer die sich mit HIV infiziert haben, sowie Menschen die sich in einer Phase der Suche nach ihrer sexuellen Identität befinden.

Über diverse Förderinstrumente des Bundes und der kommunalen Arbeitsagenturen schafft der Verein Arbeitsplätze, die zum einen, einen geschützten Lebensraum bieten und zum anderen, Zeit geben für eine Phase der Lebensorientierung. Dabei begleitet sie ein Team, dass auf gleicher Augenhöhe mit seinen gesammelten Erfahrungen, individuelle Hilfe anbietet oder diese weitervermittelt. Das betrifft solche Themen wie Schulden, Coming Out, HIV oder Lebensumfeld-Konflikte. Bei der mehrmonatigen bis langjährigen Begleitung der Betroffenen, finden Diese in die Arbeitswelt, sowie zu einem selbstbewussten Umgang mit sich selbst. Dabei hat das jeweils aktuelle Team, auch eine Selbsthilfefunktion. Dies hilft einzelnen Betroffenen, Vorbilder im eigenen Umfeld zu finden und die erlebten Erfahrungen in der Zukunft positiv umzusetzen.


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Frühe Diagnose rettet Leben und vermeidet weitere Infektionen sexuell übertragbarer Krankheiten

Etwa 2,3 Millionen Menschen in Europa leben mit einer HIV-Infektion, wobei 30-50 % dieser Personen nicht wissen, dass sie HIV-positiv sind. Durch eine späte Diagnose der Infektion und die dadurch entstehende Verzögerung bei der Behandlung steigt die Wahrscheinlichkeit von gesundheitlichen Problemen und der Ansteckung anderer. Heute können Positive bei früher Diagnose und antiretroviraler Behandlung in der regel ohne gesundheitliche Komplikationen leben. Auch die Wahrscheinlichkeit, andere Menschen mit dem HI-Virus zu infizieren, ist bei einer Früherkennung deutlich geringer. In Brandenburg werden immer noch fast 1/3 der Infektionen zu einem sehr späten Zeitpunkt erkannt.

Studien haben gezeigt, dass Menschen eher einen HIV-Test durchführen lassen, wenn sie dazu ermutigt werden und offen über HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten gesprochen wird. Das Projekt LOVE SEX SAFE versucht, mittels des gleichnamigen Onlineportals, über Informationsstände anlässlich diverser Veranstaltungen im Bundesland Brandenburg sowie über Informationsveranstaltungen in Institutionen und Jugend- und Bildungseinrichtungen zum Thema HIV und anderer sexuell übertragbaren Krankheiten aufzuklären und die Infektion bzw. Krankheit zu entstigmatisieren.

LOVE SEX SAFE - Online

Das Aufklärungs- und Informationsprojekt LOVE SEX SAFE gibt es natürlich auch online. Das Onlineportal ist die Grundlage und die Basis für eine öffentlichkeitwirksame Safer-Sex-Aufklärung. Die Hauptzielgruppe des Portals sind Jugendliche und junge Erwachsene, egal welcher sexuellen Identität bzw. Orientierung. Einmalig ist der direkte spezifische Zugang für heterosexuelle Jungs und Mädchen, schwule Jungs und lesbische Mädchen sowie transidenten Menschen. Jede Zielgruppe hat hier einen eigenen Bereich. Neugierige können trotzdem hin und her switchen. Und die Neugier wird, durch "Mein erstes Mal" - Geschichten oder Coming-out-Storys von Jugendlichen selbst geschrieben, ganz bestimmt angeregt.

Das Aufklärungs- und Informationsprojekt LOVE SEX SAFE enthält jede Menge Informationen zu sexualpädagogischen Angeboten, HIV/STD - Test und Beratungsmöglichkeiten in Brandenburg sowie Adressen von Gesundheitsämtern und Beratungsstellen.

Das Aufklärungs- und Informationsprojekt LOVE SEX SAFE - Online hat hohe Zugriffsraten und wird von interessierten Ratsuchenden genutzt, dies ergeben auch die Rückmeldungen z. B. beim HIV/STD - Test und Beratungsangebot der Rat & Tat - Zentren in Potsdam und Cottbus.


LOVE SEX SAFE - Online | LOVE SEX SAFE bei Facebook | Aidsprävention in Brandenburg | Testhelden Brandenburg


Träger:

Katte e. V. - Kommunale Arbeitsgemeinschaft Tolerantes Brandenburg e. V.
Jägerallee 29
14467 Potsdam

0331 237 009 70
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.katte.eu

AGNES -
Beratung von Opfern von homophober Gewalt und Kriminalitätsdelikten, Gewaltprävention

>>> Telefonberatung: in der Regel Montags - Freitags von 18:00 - 20:00 Uhr, 0700 000 192 28 oder 0331 237 009 71
>>> Online-Beratung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Das Beratungs- und Gewaltpräventionsprojekt AGNES hilft schwulen und bisexuellen Jugendlichen und Männern, die von schwulenfeindlicher Gewalt und Diskriminierung betroffen sind – egal ob als Opfer, Tatzeugen oder Lebenspartner der Betroffenen. Betroffene fühlen sich häufig schutzlos und den Interessen anderer ausgeliefert, zum Beispiel denen der Polizei, der Justiz, der Versicherungen oder der Medien. Wir nehmen die Ängste und Sorgen von Gewaltopfern und Zeugen ernst. Wir beraten und begleiten in schwierigen Situationen. Wir unternehmen nichts, was der Betroffene nicht möchte.

Wir beraten über Möglichkeiten einer Anzeigenerstattung, über das Strafverfahren, und überlegen auch mögliche Alternativen dazu. Wir vermitteln Kontakt zu erfahrenen Rechtsanwälten, zu Ärzten und weiterhelfenden Einrichtungen. Wir begleiten Betroffene zur Polizei und zu Gerichtsverhandlungen, die oftmals erst sechs oder auch zwölf Monate nach der Tat stattfinden.

Die Erstattung einer Anzeige ist nicht Voraussetzung für Beratung und Hilfe. Die Beratung ist vertraulich und auf Wunsch anonym. Unsere Hilfe kann einmalig oder längerfristig in Anspruch genommen werden. Wir beraten auch Angehörige und unmittelbare Zeugen einer Straftat.