Buddy - Projekt Sprungbrett

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Buddy Projekt Sprungbrett 1Warum ein Buddy-Projekt?
Auch wenn die HIV-Infektion heute nicht mehr lebensbedrohlich ist, wird ein positives Testergebnis trotzdem meist als Schock erlebt. Ausgelöst wird er häufig durch die alten Bilder von Aids, die noch immer in vielen Köpfen sind. Besonders Jüngere kennen kaum jemanden mit einer HIV-Infektion und haben keine realistische Vorstellung davon, wie das Leben mit HIV heute aussieht.
Hier setzt das bundesweite Buddy-Projekt "Sprungbrett" der Deutschen AIDS-Hilfe an: Männer und Frauen, die schon länger mit HIV leben, sollen an Menschen mit frischer HIV-Diagnose vermittelt werden, um ihnen bei den ersten "positiven" Schritten zur Seite zu stehen.


Wie sollen Buddies unterstützen?
Buddies sollen ein realistisches, authentisches Bild des heutigen Lebens mit HIV vermitteln und sich als Gesprächspartner für alle Fragen anbieten, die sich nach der Diagnose stellen, zum Beispiel:

  • Wem kann ich von meiner Infektion erzählen?
  • Wie gehe ich mit dem Thema HIV und Sex um?
  • Ich weiß, wer mich angesteckt hat - wohin mit meiner Wut?
  • Wie sieht es mit den Nebenwirkungen der HIV-Therapie aus?
  • Was tun, wenn man mich am Arbeitsplatz, beim Arzt oder bei Behörden diskriminiert?
  • Wo finde ich Ärztinnen und Ärzte, die auf HIV spezialisiert sind?
  • Welche örtlichen und bundesweiten Selbsthilfeangebote gibt es?
  • Wo bekomme ich Beratung und professionelle Unterstützung?

Für Menschen, deren Infektion erst spät festgestellt wird und die bereits erkrankt sind, können Buddies besonders wichtig sein, indem sie ihnen Mut machen, sie bei der HIV-Therapie begleiten und soe die Gesundung unterstützen.


Wir suchen Partner!
Um unser Buddy-Projekt an den Start zu bringen, suchen wir Projektpartner:

  • Menschen mit HIV, die sich als Buddy engagieren möchten.
    Um Buddy zu werden, muss man an einer zweiteiligen Buddy-Schulung der Deutschen AIDS-Hilfe teilnehmen. Man sollte sich mit seiner HIV-Infektion auseinandergesetzt und sie so weit verarbeitet haben, dass man ein Beispiel für ein selbstverständliches Leben mit HIV geben kann. Ein Buddy sollte außerdem einfühlsam und kommunikativ sein und auch gut zuhören können

  • Projekte, Aidshilfen, Gesundheitsämter, Ärztinnen und Ärzte, die häufig HIV-Tests durchführen
    Diese sollen das Buddy-Projekt im örtlichen Hilfe- und Versorgungssystem bewerben und frisch positiv getestete Menschen auf das Angebot hinweisen.

  • Lokale Koordinatoren und Koordinatorinnen, die die regelmäßigen Vernetzungstreffen der Buddies in einer Stadt oder einer Region leiten.
    Diese sind Ansprechpersonen sowohl für Buddies als auch die lokalen Partner des Hilfe- und Versorgungssystems, erfassen statistische Daten und leiten sie an die bundesweite Koordinationsstelle weiter und nehmen an jährlichen Koordinationstreffen teil. Lokale Koordinatoren können gut vernetzte und qualifizierte Einzelpersonen oder Mitarbeiter/innen aus Partnerprojekten wie Aidshilfen oder Arztpraxen sein.

Sprungbrett ist ein Selbsthilfeprojekt!
Das Buddy-Projekt haben Menschen mit HIV in einer Themenwerkstatt zum Schwerpunkt "Stigmatisierung, Schuld, Verantwortung" entwickelt.
Themenwerkstätten sind ein neues Angebot der Deutschen AIDS-Hilfe für Selbsthilfe-Aktivistinnen und -Aktivisten, die an der Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit HIV in Deutschland arbeiten wollen.


Warum sollte ich Buddy für andere Positive in der AIDS-Hilfe werden?
Viele Gründe sprechen dafür Menschen die gerade von ihrer HIV Infektion erfahren haben, in der Anfangszeit bei ihren Fragen und Unsicherheiten zur Seite zu stehen.

Aber auch du selbst profitierst davon:

  • Verantwortung übernehmen – Begleiter für andere zu sein bietet dir die Chance, dich aktiv in die
    Betreuung und Lebenssituation anderer Betroffener von HIV einzubringen.
  • Persönlichkeit entwickeln – Buddy zu sein schult Dein persönliches Auftreten, Empathie, Durchsetzungsfähigkeit und Ansprachekompetenzen und lässt Dich davon in Alltag und Beruf profitieren.
  • Vernetzen – Das Buddyprojekt vernetzt dich mit Betroffenen und positiven Buddys anderer AIDS-Hilfen, mit den anderen Netzwerken, Interessensvertretungen, Themenwerkstätten und Mitarbeitern der Deutschen Aidshilfe.
  • Kompetenzen erweitern – Buddy zu sein hält dich kontinuierlich auf dem aktuellsten Stand der Medizin, sowie der sozialpolitischen und rechtlichen Rahmenbedingungen, sowie zu Innovationen, Fortschritt und Trends in der Forschung zu HIV.
  • Betreuung mit gestalten – Nutze die Möglichkeit, auf Probleme und Aspekte der Betreuung und der Lebensumstände sowie der Sorgen und Nöte von Menschen mit HIV die Dir während deiner Begleitung als Buddy auffallen hinzuweisen und so die weitere Arbeit der Aidshilfen als auch der strukturellen und rechtlichen Rahmenbedingungen aus positiver Sicht mit zu gestalten
  • Arbeit in der Aidshilfe verbessern – nimm Anregungen und neueste Trends von anderen Buddys, aus den Netzwerken und Interessensvertretungen mit in deine Aidshilfe und hilf so dabei, die vereinsinterne Beratung, Betreuung und Begleitung zu verbessern
  • Positive Imagepflege – zeige dass du dich für die Situation und lebensnahe Wirklichkeit von HIV-Positiven einsetzt und sorge so für eine positive Außendarstellung von Menschen die mit dem HI-Virus leben.
  • Praxisnähe garantieren – sorge durch deine Arbeit dafür, dass frisch Infizierte sich mit der Bewältigung von Problemen an der tatsächlichen Praxis und deinen Erfahrungen orientieren und damit für die Anforderungen des künftigen Alltags mit HIV besser gerüstet sind.
  • Internes Standing verbessern – Signalisiere den Mitarbeiter/innen, Vorständ/innen und Mitgliedern deiner Aidshilfe dass du dich für die Vereinsinteressen wie praxisnahe Begleitung und Betreuung und die Qualifikation zukünftiger Mitglieder und Buddys einsetzt
  • Nutze die Weiterbildungsmöglichkeiten für Buddys– Schule und verbessere deine fachlichen und methodische Kompetenzen in speziell für Buddys konzipierten Veranstaltungen und Seminaren der Deutschen Aidshilfe.


Interesse?
Du möchtest Projektpartner werden? Dann freuen wir uns über deine Anfrage!
Katte e.V. - Kommunale Arbeitsgemeinschaft Tolerantes Brandenburg e.V., Rat & Tat Potsdam, Jägerallee 29, 14467 Potsdam,
0331 237 009 70 (Zentrale), Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.


 

 

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