Chlamydien erleichtern HIV-Infektion; Katte erweitert Testangebot für MSM

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troponin_i_1.jpg(Gaybrandenburg - communityTicker) Neben den HIV- Antikörper und Antigentests und Syphillistests, die Katte bisher an jedem ersten Montag im Monat von 14-18 Uhr in der Posthofstr.8 in Potsdam angeboten hat, wurde dieses Testangebot nun auch um Chlamydientests erweitert. Ab sofort kann Mann sich dort für 5 EUR auch auf Chlamydien testen lassen. Wegen dem dazu erforderlichen Abstrich aus der Harnröhre kann Katte diesen Test nur für Männer, die Sex mit Männern haben (MSM) anbieten.

Die Infektion mit Chlamydien ist die in Europa am häufigsten auftretende sexuell übertragbare Krankheit mit bakterieller Ursache. In Deutschland beträgt die Prävalenz einer Chlamydien-Infektion in Grosstädten bis zu 10% aller sexuell aktiven Menschen. Infektionen durch Chlamydien können sich bei beiden Geschlechtern durch Ausfluss im Genitalbereich und Schmerzen beim Wasserlassen äußern. Bei 80 % der infizierten Menschen treten jedoch keine Symptome auf, diese Menschen fungieren also als Überträger. Es wird empfohlen, sich einmal im Jahr auf eine Chlamydien-Infektion untersuchen zu lassen.

chlamydiadam_eva.jpgChlamydien können eine Vielzahl von Lebewesen infizieren, eben auch den Menschen. Chlamydien lösen hier insbesondere Erkrankungen (Chlamydiose) der Schleimhäute im Augen-, Atemwegs- und Genitalbereich aus mit teilweise schwerwiegenden Folgen wie Erblindung oder Unfruchtbarkeit bei Männern und Frauen. Chlamydieninfektionen sind mit Antibiotika gut behandelbar und behandelte Chlamydieninfektionen ziehen in der Regel keine Folgeschäden nach sich. Nicht behandelte Chlamydienerkrankungen jedoch sind die häufigste Ursache für vermeidbare Erblindungen in Entwicklungsländern. Weiterhin sind sie einer der häufigsten Verursacher sexuell übertragener Erkrankungen weltweit und können unbehandelt zu Eileiterschwangerschaften, Frühgeburt, Unfruchtbarkeit oder Arthritis führen. Im Bereich der Männer, die Sex mit Männern haben (MSM) ist das besondere Problem, dass  eine bestehende Chlamydieninfektion die Ansteckung mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten, einschließlich der Infektion mit HIV, bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr erleichtert. (Bilder: moelab.de)

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